23.01.2018, 09.00 Uhr

Grausamer Doppelmord in Schnaittach: Ehepaar einbetoniert! Sohn bettelte um Geldspenden, nun steht er unter Verdacht

Ein vermisstes Paar aus Mittelfranken ist möglicherweise vom eigenen Sohn und dessen Ehefrau ermordet worden. Die Polizei fand die Leichen eingemauert auf dem Grundstück der Vermissten. Zuvor bettelte der Sohn öffentlich um Geldspenden für die Suche nach seinen Eltern.

Ein vermisstes Ehepaar wurde einbetoniert in der eigenen Garage gefunden. Bild: dpa

Kurz vor Weihnachten bettelt ein junger Mann auf Facebook verzweifelt um Geld, damit er seine vermissten Eltern auch im Ausland suchen kann. Zuletzt hatte der 25-Jährige die beiden am 13. Dezember gesehen, als sie sich in den Urlaub verabschiedeten, gab der Mann an. Das ist seine Version. Die der Polizei lautet jedoch ganz anders!

Leichen von vermisstem Ehepaar entdeckt in Schnaittach, Mittelfranken entdeckt

Der eigene Sohn und die Schwiegertochter, die er erst am 29. Dezember heratete, könnten nach Einschätzung der Polizei das Ehepaar (66 und 70) aus Schnaittach bei Nürnberg umgebracht haben. Weil sich der Sohn bei seinen Aussagen bei der Polizei in Widersprüche verstrickte, wurde im Elternhaus nach weiteren Hinweisen auf das Verschwinden gesucht. Doch stattdessen machten die Ermittler eine grausige Entdeckung.

Eltern in Garage eingemauert

Die Polizei fand am Montag zwei Leichen, eingemauert in einem Nebengebäude der Garage des Paars. "Wir sind überzeugt, dass es sich um das vermisste Ehepaar handelt", sagte Mittelfrankens Polizeipräsident Johann Rast. Des gemeinschaftlichen Mordes verdächtig sind laut Oberstaatsanwältin Anita Traud der 25 Jahre alte Sohn der Eheleute sowie dessen 22-jährige Ehefrau. Spezialkräfte nahmen die beiden am Morgen fest.

Sohn und seine Ehefrau unter Mordverdacht

Zur Todesursache machte die Staatsanwaltschaft zunächst keine Angaben, weil die Leichen noch obduziert werden müssen. "Auch zum Motiv kann man zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts sagen. Das wäre reine Spekulation", sagte Traud. Laut Rast war die 66-Jährige Mutter gegen die Beziehung ihres Sohnes zu seiner jetzigen Ehefrau. Die Schwiegertochter bestreitet, an der Tat beteiligt gewesen zu sein. Zur Tatbeteiligung ihres Mannes habe sich die Frau geäußert.

Mord in Schnaittach: Sohn startete heuchlerischen Vermisstenaufruf

Die 66-Jährige und ihr 70-jähriger Ehemann waren seit Mitte Dezember des vergangenen Jahres nicht mehr gesehen worden. Ihr Sohn hatte sie erst Ende Dezember als vermisst gemeldet. Zunächst habe der Sohn angegeben, dass seine Eltern Verwandte besuchen wollten. Sie hätten viel Gepäck und Bargeld mitgenommen. Auch auf dem Handy habe er seine Eltern nicht erreichen können. Auch im Fernsehen startete der 25-Jährige einen Vermisstenaufruf.

Beweissicherung soll Fall aufklären

Stück für Stück setzen die Ermittler das schreckliche Mord-Puzzle nun zusammen. Die Wohnung der Eltern wurde nach Angaben der Polizei gründlichst gereinigt, möglicherweise, um Spuren zu verwischen. In einer Montagegrube in der Garage, die laienhaft zubetoniert worden sei, fand die Polizei viel Beweismaterial, wie Rast sagte - unter anderem das angebliche Reisegepäck der Eheleute.

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koj/loc/news.de/dpa

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