21.01.2018, 10.43 Uhr

"Doktor gespielt": Flüchtling soll 4-Jährige missbraucht haben

Sie war die Tochter seiner Pflegefamilie, er ein Flüchtling aus Afghanistan, der von einer Familie aus Berlin aufgenommen wurde. 14 Monate funktionierte das Zusammenleben, bis die Tochter ihren Eltern ein Geständnis machte.

Hat der Flüchtling die Tochter seiner Pflegefamilie missbraucht? Bild: Fotolia/ Photographee.eu

Eine Familie aus Berlin erhebt einem Bericht der "Bild"-Zeitung zufolge schwere Vorwürfe. Die Familie hatte im Sommer 2016 zwei Afghanen bei sich aufgenommen, unter ihnen Mahdi A. 14 Monate habe das Familienleben sehr gut geklappt, doch im Sommer darauf kam die vier Jahre alte Tochter mit einer erschreckenden Geschichte zu ihren Eltern. Sie habe mit ihrem Pflegebruder Mahdi "Doktor gespielt".

Flüchtling soll 4-Jährige missbraucht haben

Das Mädchen wird schließlich in einer Klinik untersucht. Dort wurde laut "Bild" der "dringende Verdacht auf (...) sexuellen Missbrauch" festgestellt. Gegen Mahdi A. wird Strafanzeige gestellt. Zu diesem Zeitpunkt ist der Junge 13 Jahre alt und damit noch nicht strafmündig.

War der Täter tatsächlich minderjährig?

Der Afghane bestreitet gegenüber der Polizei die Vorwürfe. Das Ermittlungsverfahren wird eingestellt. Die zuständige Staatsanwältin erklärte gegenüber der "Bild", dass kein hinreichender Tatverdacht bestanden habe. Von der Minderjährigkeit des Täters einmal abgesehen. Doch gerade an dieser bestanden laut "Bild"-Zeitung wohl sogar Zweifel.

Zweifel am Alter des Flüchtlings

"Nach meinem Eindruck ist der BES (Beschuldigte, die Red.) älter einzuschätzen. Er ist ca. 165 cm groß und schlank. Man kann ihn durchaus auf 15 Jahre schätzen. Auch ein leichter Oberlippenbartansatz ist sichtbar", zitiert die "Bild"-Zeitung aus einem LKA-Bericht. Das Landeskriminalamt soll schließlich ein Altersgutachten angefordert haben, was die Staatsanwaltschaft allerdings ablehnte.

Afghane flüchtete nach Schweden

Madhi A. soll laut "Bild" inzwischen in Schweden leben. Dort habe er nicht nur seinen Namen geändert, sondern auch ein anderes Geburtsjahr angegeben (2005). Als er in Deutschland einreiste, wurde von den Beamten aufgrund fehlender Ausweispapiere als Geburtsdatum der 1. Januar 2004 notiert. Bei einem späteren Termin beim BAMF gab er wiederum an, am 9. Juni 2014 geboren worden zu sein. Auf eine Anfrage der "Bild" wollte das BAMF sich dazu nicht äußern.

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fka/news.de

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