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Extrem-Wetter im Rückblick: 8 Tote! Sturm "Friederike" heftiger als "Kyrill"

"Friederike" fegt über das Land - es ist der heftigste Sturm seit dem Jahr 2007. Die Bahn lässt aus Sicherheitsgründen bundesweit Fernzüge stehen. Viele tausend Reisende werden kalt erwischt. Schlimmer noch: Mindestens acht Menschen verlieren im Orkan ihr Leben.

Sturm Friederike riss vielerorts Bäume aus. Bild: dpa

Traurige Nachricht am Morgen: Zwei weitere Menschen sind während des Orkans "Friederike" in Deutschland ums Leben gekommen - insgesamt gibt es nun mindestens acht Tote. Reisende und Pendler müssen sich heute noch auf Einschränkungen im Zugverkehr einstellen.

Verwüstung, Unfälle, Tote. Die Bilanz zum Orkan "Friederike" lesen Sie hier.

Extrem-Wetter im Minutenprotokoll: So hielt Sturm Friederike Deutschland in Atem

+++ 18.01.2018, 21.33 Uhr: Stürmische Geburt: Junge kommt wegen Orkan im Auto zur Welt +++

Der Orkan "Friederike" hat zwar den Wagen seiner Eltern, aber nicht den kleinen Anton aufhalten können: In einem Auto hat eine Frau in Köln ihr Baby zur Welt gebracht. Papa und Mama waren am Donnerstagnachmittag zur Entbindung auf dem Weg in die Klinik, als eine sturmbedingte Straßensperrung die pünktliche Ankunft zunichte machte, berichtete die Feuerwehr. Der kleine Junge erblickte noch vor Ankunft von Rettungsdienst und Notarzt im Auto das Licht der Welt.

Über den Notruf ging die Nachricht von der beginnenden Geburt ein. Der Leitstellendisponent gab am Telefon fortwährend Anweisungen bis er im Hintergrund das Neugeborene schreien hörte. Der Papa durfte dann mit Hilfe der eingetroffenen Einsatzkräfte die Nabelschnur durchtrennen.

+++ 18.01.2018, 21.27 Uhr: Deutsche Bahn: Fernverkehr rollt am Freitag nach und nach wieder an +++

Nach der Zwangspause wegen des Orkans "Friederike" soll der Fernverkehr der Deutschen Bahn am Freitagmorgen wieder anrollen. Jedoch sind in einigen Regionen weiter Einschränkungen zu erwarten. Insbesondere in Nordrhein-Westfalen und in Niedersachsen seien noch wichtige Strecken gesperrt, teilte die Bahn am Donnerstagabend mit.

"Im Süden Deutschlands verkehren bereits ab dem Morgen die Züge weitgehend normal", hieß es in der Mitteilung aus Berlin weiter. "Im Norden Deutschlands starten die Züge, sobald weitere Strecken von Schäden befreit und freigegeben wurden. Wir erwarten, dass bereits im Laufe des Vormittags alle Metropolen Deutschlands - mit Einschränkungen - wieder mit dem Fernverkehr erreichbar sein werden. Für das Wochenende erwarten wir einen weitgehend normalen Verkehr."

+++ 18.01.2018, 20.54 Uhr: Nach Orkan 140.000 Haushalte im Osten ohne Strom +++

Das Orkantief "Friederike" hat zahlreiche Haushalte in Ostdeutschland von der Energieversorgung abgeschnitten. Folge seien zahlreiche Stromausfälle, berichtete die Mitteldeutsche Energie AG (enviaM) in Chemnitz. Nach Angaben des Unternehmens waren am Donnerstag bis zu 140 000 Kunden ohne Strom, nachdem Masten, Leitungen und andere Anlagen durch den Orkan beschädigt worden waren.

Bis zum Abend reduzierte sich die Zahl nach Angaben einer Sprecherin auf etwa 65 000 Kunden. Rund 350 Mitarbeiter arbeiteten daran, auf andere Leitungen umzuschalten, um rasch viele Haushalte wieder anzuschließen.

Das Unternehmen verfügt über ein Elektrizitätsverteilernetz von rund 74 000 Kilometern Länge in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg. Zu den Anteilseignern zählen den Angaben nach auch rund 650 ostdeutsche Kommunen.

+++ 18.01.2018, 20.10 Uhr: Sturmtief "Friederike" - eine Tote auch in Mecklenburg-Vorpommern +++

Das Sturmtief "Friederike" hat auch in Mecklenburg-Vorpommern einen tödlichen Verkehrsunfall ausgelöst. In der Nähe von Neubrandenburg starb eine 61-jährige Autofahrerin. Wie die Polizei berichtete, verlor sie südlich von Penzlin vermutlich wegen zu hoher Geschwindigkeit bei widrigen Straßenverhältnissen die Kontrolle über ihr Auto und schleuderte gegen einen entgegenkommenden Lastwagen. Damit starben in Deutschland mindestens sechs Menschen durch den Orkan oder seine Folgen.

+++ 18.01.2018, 19.31 Uhr: Tödlicher Unfall in Brandenburg durch Sturm verursacht+++

Der tödliche Verkehrsunfall auf der Autobahn 13 in Brandenburg ist nach den ersten Ermittlungen der Polizei auf den Sturm "Friederike" zurückzuführen. Der Lastwagen sei demnach von einer Windböe erfasst worden und umgekippt, teilte die Polizei per Kurznachrichtendienst Twitter mit. Der Lastwagenfahrer wurde eingeklemmt und starb noch am Unfallort bei Ortrand unweit der Grenze von Brandenburg zu Sachsen. Er war auf der Autobahn aus Richtung Berlin kommend in Richtung Dresden unterwegs. Zeitweise war noch unklar gewesen, ob der Mann durch den Sturm verunglückt ist.

+++ 18.01.2018, 18.56 Uhr: Nach tödlichem Unfall: Bundeswehr unterstützt Bergungsarbeiten+++

Nach dem Orkan "Friederike" unterstützt die Bundeswehr mit einem Schützenpanzer die Bergungsarbeiten an einem Unfallort im thüringischen Bad Salzungen. Dort war am Donnerstagnachmittag ein 28 Jahre alter Feuerwehrmann von einem Baum erschlagen worden. Es seien wegen des Orkantiefs "Friederike" so viele Bäume umgestürzt, dass Feuerwehr und Polizei mit ihren Einsatzfahrzeugen nicht mehr vorwärts gekommen seien, sagte ein Sprecher des Landeskommandos der Bundeswehr. Deshalb habe das Panzergrenadierbataillon 391 dem Amtshilfeersuchen der Polizei stattgegeben. Ein Schützenpanzer des Typs Marder solle nun helfen, die Bäume zu bergen. Zuvor hatte der MDR darüber berichtet.

+++ 18.01.2018, 18.44 Uhr: Lastwagenfahrer stirbt während des Sturms bei Autobahnunfall +++

Bei einem Unfall während des stürmischen Wetters im Süden Brandenburgs ist am Donnerstag ein Lastwagenfahrer ums Leben gekommen. Das Fahrzeug sei auf der Autobahn 13 (Berlin-Dresden) bei Ortrand nahe der Grenze von Brandenburg zu Sachsen in die Mittelleitplanke geprallt und umgestürzt, teilte das Polizeipräsidium in Potsdam mit. Zum Zeitpunkt des Unfalls sorgte das Sturmtief "Friederike" für erhebliche Böen. Ob der Lastwagen eindeutig wegen des Sturms verunglückte, war nach Polizeiangaben am Abend noch unklar.

+++ 18.01.2018, 18.39 Uhr: Bahn- und Flugverkehr im Norden nach Sturm teils wieder aufgenommen +++

Nach dem Sturmtief "Friederike" läuft der Bahnverkehr im Norden langsam wieder an. Einzelne Züge seien zwischen Bremen und Norddeich Mole gestartet, teilte die Deutsche Bahn über den Kurznachrichtendienst Twitter am frühen Donnerstagabend an. Auch einige S-Bahnen, etwa von Hannover nach Hildesheim und von Celle nach Hannover, fuhren am Abend wieder. Seit dem Nachmittag starten bundesweit allerdings keine Fernzüge der Deutschen Bahn mehr.

+++ 18.01.2018, 17.54 Uhr:Schuldach in Thüringen hebt bei Sturm ab - Kinder unverletzt +++

Das Orkantief "Friederike" hat in Pößneck (Thüringen) das Dach einer Schule abgerissen, in der sich noch Kinder befanden. Nach Angaben des Landratsamtes Saale-Orla-Kreis blieben bei dem Vorfall am Donnerstagnachmittag alle Schüler unverletzt. Das Dach des Grundschulgebäudes landete auf dem Schulhof. Am Freitag sollen erste Sicherungsmaßnahmen an der Dachkonstruktion vorgenommen werden. Es sei noch unklar, wann der Schulbetrieb wieder aufgenommen werden könne, hieß es in der Mitteilung der Behörde.

+++ 18.01.2018, 17.35 Uhr:ARD und ZDF bringen Sondersendungen zum Orkan +++

Angesichts des Orkans "Friederike" haben ARD und ZDF am Donnerstagabend ihr Programm geändert. Das Zweite kündigte für 19.20 Uhr ein 15-minütiges "ZDF spezial" mit Antje Pieper an: "Orkan über Deutschland - Sturm, Schäden, Bahn-Chaos". Auch das Erste teilte mit, um 20.15 Uhr einen zehnminütigen "Brennpunkt" vom Westdeutschen Rundfunk (WDR) mit Anja Bröker auszustrahlen. Titel: "Orkan Friederike: Deutschland lahmgelegt". Der Orkan "Friederike" traf am Donnerstag weite Teile Deutschlands mit voller Wucht. Nachrichtensender wie Phoenix, n-tv und Welt (bislang N24) informierten ihre Zuschauer mit aktuellen Laufbändern und Beiträgen.

+++ 18.01.2018, 17.22 Uhr:Behörden sperren alle Straßen in den Oberharz +++

 Der Oberharz ist wegen der Auswirkungen von Orkantief "Friederike" seit Donnerstagnachmittag weitgehend von der Außenwelt abgeschnitten. Wegen zahlreicher umgekippter Bäume seien alle Zufahrtsstraßen gesperrt worden, sagte ein Sprecher der Kreisverwaltung Goslar. Auch viele andere Straßen im Kreisgebiet seien unpassierbar. Ein Polizeisprecher bezeichnete die Lage als chaotisch. Es stürzten nach wie vor in großer Zahl Bäume auf die Fahrbahnen. Trotz zahlreicher Verkehrsunfälle sei bisher niemand verletzt worden.

+++ 18.01.2018, 16.35 Uhr: Schon 3 Tote durch Sturmtief "Friederike" +++

Die Zahl der Todesopfer durch das Sturmtief "Friederike" ist auf drei Personen gestiegen. In Bad Salzungen (Thüringen) wurde ein ein 19-jähriger Feuermann bei Aufräumarbeiten von einem Baum erschlagen. In NRW kam ein 68-jähriger LKW-Fahrer bei einem sturmbedingten Unfall ums Leben. Zuvor wurde ein 59-Jähriger auf einem Campingplatz am Rhein von einem Baum erschlagen.

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