16.01.2018, 11.18 Uhr

Schulbus-Unfall von Eberbach: Schulbus knallt in Hauswand - 36 Kinder und mehrere Erwachsene verletzt

Im baden-württembergischen Eberbach ist ein Schulbus in eine Hauswand gekracht. Bei dem Unfall wurden mindestens 48 Menschen verletzt, darunter 43 Kinder. Unklar ist, wie es zu der Tragödie kommen konnte.

Ein Schulbus ist in Eberbach in Baden-Württemberg nach ersten Angaben der Polizei an eine Hauswand gefahren, dabei wurden mehrere Fahrgäste verletzt. Bild: Rene Priebe / picture alliance / dpa

Ungebremst ist ein Schulbus in Eberbach bei Mannheim frontal auf eine Hauswand eines Elektrofachgeschäftes in der Odenwaldstraße geprallt, dabei wurden 36 Kinder verletzt - mindestens sechs von ihnen schwer. Bei einigen dieser Kinder schloss die Polizei am Dienstag Lebensgefahr nicht aus. Auch zwei Erwachsene seien schwer verletzt, sagte Polizeisprecher Markus Winter. Weitere Angaben lagen zunächst vor.

Rettungshubschrauber brachten die Verletzten in mehrere Krankenhäuser. Zuvor war von insgesamt 48 Verletzten die Rede gewesen, darunter 43 Kinder. Die Polizei konnte zunächst keine Angaben machen, warum der Bus aus der Kurve geraten war.Insgesamt wurden 43 Menschen verletzt, darunter auch der Busfahrer und der Fahrer eines Kleintransporters. Die Kinder in dem Bus waren 9 bis 15 Jahre alt.

43 Personen bei Busunfall in Eberbach verletzt

Die Kinder, die schwer verletzt wurden, waren laut Polizei im vorderen Bereich des Busses. Fotos von der Unfallstelle zeigten den stark beschädigten Bus, dessen Front nach dem Aufprall deformiert war. Im Inneren waren Sitzbänke nach vorne geklappt. Um den Bus herum lagen Metallteile auf feuchtem Asphalt, Kleinfahrzeuge daneben wirkten wie zusammengeschoben.

Sachverständige prüfen nach Angaben der Polizei, ob das Gebäude, in das der Bus krachte, einsturzgefährdet ist. Fotos der Unfallstelle zeigen eine schwer beschädigte Wand. "Die Experten untersuchen die Statik", sagte Sprecher Christoph Kunkel. Wann ein Ergebnis vorliegt, sei unklar.

Die Polizei hob die große Hilfsbereitschaft der Anwohner hervor. Viele hätten ihre Garage oder eine Einfahrt frei geräumt, um die Rettungsarbeit zu unterstützen. "Das war eine sehr gute Zusammenarbeit", sagte ein Sprecher. 17 Seelsorger waren vor Ort, um Verletzte und Angehörige zu betreuen.

Verletzte des Busunglücks in umliegenden Krankenhäusern behandelt

Die Verletzten wurden in Krankenhäuser in Mannheim (Baden-Württemberg), Ludwigshafen (Rheinland-Pfalz) und Gießen (Hessen) gebracht. Auch von dort kamen Rettungskräfte. Mehr als 150 Helfer waren im Einsatz. Die Bergung des havarierten Fahrzeugs lief am Nachmittag.

Der Bus bringe jeden Morgen Schüler aus umliegenden Gemeinden in den Ort mit etwa 15.000 Einwohnern, hieß es. Für Eltern und unverletzte Kinder wurde in Eberbach (Baden-Württemberg) eine Sammelstelle eingerichtet. Die Unfallstelle wurde großräumig abgesperrt.

Im Dezember hatte der Unfall eines Schulbusses in Südfrankreich Entsetzen ausgelöst. Dabei waren vier Kinder beim Zusammenprall des Fahrzeugs mit einem Regionalzug ums Leben gekommen.

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loc/news.de/dpa

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