Messer-Attacke von Kandel: Asylantrag abgelehnt! Darum war der Afghane immer noch in Deutschland

Vor einer Woche hat der angeblich 15-jährige Afghane seine Ex-Freundin erstochen, nachdem sie sich von ihm getrennt hat. Nach und nach kommen immer mehr Details über den mutmaßlichen Angreifer ans Licht.

Die Anteilnahme vor dem Drogeriemarkt in Kandel ist riesig. Hier wurde vor einer Woche ein 15 Jahre altes Mädchen erstochen. Bild: dpa

Der afghanische Flüchtling hatte vor einer Woche in einem Drogeriemarkt seine Ex-Freundin erstochen. Das 15-jährige Mädchen aus Kandel starb im Krankenhaus. Der mutmaßliche Messerstecher sitzt in Untersuchungshaft und schweigt zu seiner Tat. Nachdem bekannt wurde, dass der Afghane vielleicht doch keine 15 Jahre alt ist, kommen nun weitere Details über den Flüchtling an die Öffentlichkeit.

Nach Messer-Attacke in Kandel: Asylantrag des möglichen Täters wurde abgelehnt

Wie die "Bild" berichtet, soll der Afghane keinen Asyltitel besitzen, der Antrag wurde wohl bereits im Februar 2017 abgelehnt. Doch abgeschoben wurde er nicht, er hielt sich weiterhin in Deutschland auf. War es Behördenversagen? Nein, denn der Asylantrag wurde zwar abgelehnt, doch als minderjähriger unbegleiteter Flüchtling aus Afghanistan erhielt er eine Duldung vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.

Mutmaßlicher Täter war bereits polizeibekannt

Die mutmaßliche Messerattacke auf seine Ex-Freundin war allerdings nicht die erste Auffälligkeit. Nachdem das Mädchen sich von dem jungen Mann getrennt hatte, lauerte er ihr auf, so dass ihre Eltern Anzeige wegen Nötigung gegen ihn erstatteten. Zuvor soll er bereits einen Schulkameraden tätlich angegriffen haben, weil dieser sich seiner Ex-Freundin genähert haben soll. Die Polizei hielt ihm daraufhin eine sogenannte "Gefährderansprache".

Angeblicher Messerstecher kam als minderjähriger Flüchtling nach Deutschland

Als unbegleiteter minderjähriger Flüchtling aus Afghanistan kam der mutmaßliche Täter 2016 nach Deutschland. Er gab an, 15 Jahre alt zu sein, wurde in Frankfurt als Flüchtling registriert und in Rheinland-Pfalz untergebracht. In einer Gesamtschule lernte er Deutsch und auch seine spätere Freundin kennen.

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koj/loc/news.de

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