Brückenpfeiler gerammt: Schiffsunglück auf dem Rhein! Fast 30 Verletzte

Ein Hotelschiff mit vielen Gästen aus Benelux-Staaten prallt bei Duisburg auf dem Rhein gegen den Pfeiler einer Autobahnbrücke. Fast 30 Menschen werden verletzt. Es hätte noch schlimmer kommen können, sagen Ermittler.

Ein Hotelschiff ist in Duisburg gegen einen Brückenpfeiler gefahren. Bild: dpa

Nach dem Schiffsunglück auf dem Rhein mit mehr als zwei Dutzend Verletzten wird die gesperrte Autobahnbrücke in Duisburg wieder für den Verkehr freigegeben. "Die Überprüfung der Statiker hat ergeben, dass die Brücke nicht länger gesperrt werden muss", sagte eine Sprecherin des Landesbaubetriebes Straßen.NRW der dpa am Mittwoch. Nach der Prüfung der Statiker sollte der Verkehr auf der A42 bis spätestens zum Mittag wieder frei fließen.

Auf dem Rhein in Duisburg ist am Abend des zweiten Weihnachtsfeiertages ein Hotelschiff gegen einen Brückenpfeiler geprallt. Der Bug wurde beschädigt, das Schiff wurde evakuiert. An Bord des Flussschiffs "Swiss Crystal" befanden sich 129 Menschen, wie ein Polizeisprecher sagte. Fast 30 Menschen sind verletzt worden.

Hotelschiff rammt Brückenpfeiler auf dem Rhein - Unfallursache unbekannt

Am frühen Mittwochmorgen zählte die Polizei insgesamt 25 Verletzte, von denen vier schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt waren. Während des zunächst unübersichtlichen Großeinsatzes hatte es zuvor unterschiedliche Angaben über die Zahl der Verletzten gegeben.

Die 129 Menschen an Bord stammten nach dpa-Informationen mehrheitlich aus Benelux-Staaten. Demnach war das Schiff in Richtung Niederlande unterwegs. Eine Sprecherin der Schweizer Reederei Scylla, unter deren Flagge das Schiff fuhr, konnte am frühen Mittwochmorgen nichts zu dem Unfall sagen. Auch zur Route des Schiffs machte die Reederei zunächst keine Angaben.

Das Schiff wurde bei dem Aufprall am Bug beschädigt. Ein zweites Passagierschiff kam der havarierten "Swiss Crystal" zu Hilfe und nahm die 26 Besatzungsmitglieder und 103 Passagiere an Bord. Der Unfall sei angesichts der vielen Menschen an Bord vergleichsweise glimpflich ausgegangen, sagte ein Polizeisprecher in Duisburg.

Autobahn A42 gesperrt nach Schiffsunglück bei Duisburg

Die A42 wurde wegen des Unfalls zwischen Kamp-Lintfort und Duisburg-Nord zunächst bis Mittwoch gesperrt. Vor der Freigabe für den Verkehr müsse ein Statiker die Brücke erst prüfen, sagte der Sprecher. "Wie die Schäden sich entwickeln, kann man natürlich am Besten im Hellen erkennen." Mehrere Feuerwehrschiffe waren im Einsatz. Notärzte behandelten Passagiere auch an der Einsatzstelle. Die Wasserschutzpolizei übernahm die Ermittlungen.

Der Reiseveranstalter stellte laut Feuerwehr Duisburg etwa eine Stunde nach der Havarie ein Ersatzschiff. "Die Betroffenen hatten die Möglichkeit, die Reise mit dem Ersatzschiff fortzusetzen." Daneben habe der Veranstalter die Passagiere auf Wunsch in Hotels unterbringen lassen oder einen Transport an den jeweiligen Wohnort organisiert.

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kad/news.de/dpa

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