Schweres Zugunglück in Österreich: Personenzüge krachen ineinander - 3 Schwerverletzte!

Horror-Unfall in Österreich: Im österreichischen Kritzendorf bei Klosterneuburg krachten am Freitag kurz vor 18 Uhr zwei Personenzüge ineinander. Die Passagiere sollen sich noch in den Zügen befinden. 

Beim Zusammenstoß zweier Personenzüge in Österreich sind mehrere Menschen verletzt worden. Bild: dpa

Im österreichischen Kritzendorf bei Klosterneuburg krachten am Freitag kurz vor 18 Uhr zwei Personenzüge mit voller Wucht ineinander. Ersten Berichten zufolge seien etliche Passagiere in den umgestürzten Waggons eingeschlossen gewesen, berichtet die österreichische Nachrichtenagentur APA. Es wurde höchste Alarmbereitschaft ausgerufen.

Schweres Zugunglück in Kritzendorf: Personen in Waggons eingeschlossen - Mehrere Verletzte!

Mittlerweile konnten alle Insassen aus den Zügen geborgen werdenund in Sicherheit gebracht werden, sagte ein Sprecher der Polizei Niederösterreich am Freitagabend. Nach Polizeiangaben sind bei der Kollision drei Menschen schwer und zehn weitere leicht verletzt worden. Wie das Nachrichtenportal "heute.at" berichtet, seien die Waggons entgleist und umgestürzt. Die Unfallstelle zwischen dem Bahnhof Kritzendorf und Unter-Kritzendorf gleicht laut Augenzeugen einem Schlachtfeld.

Menschliches Versagen als Unfallursache?

Über die Unfallursache konnte der Polizeisprecher zunächst keine Angaben machen. Die Ermittlungen liefen. Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ) ging von menschlichem Versagen aus. "Wir vermuten, dass die Ursache in einem menschlichen Fehler zu suchen ist", sagte er. Es deute nichts auf eine technische Ursache hin. "Wir sind alle heilfroh, dass es offenbar keine Todesopfer bei dem Unglück gegeben hat", sagte er.

Personenzüge kollidieren in Österreich: Aktuell keine Todesopfer

Ein Waggon war aus den Schienen gesprungen, stand aber noch aufrecht, wenn auch zur Seite geneigt. Zwei weitere Waggons waren ganz umgestürzt und lagen auf der Seite. Retter waren im Großeinsatz, darunter auch Einsatzteams mit zwei Rettungshubschraubern. Einige der Verletzten wurden nach ersten Berichten mit Kopfverletzungen in Krankenhäuser gebracht.

S-Bahn kracht in Regionalzug

Wie der Pressesprecher der Österreichischen Bundesbahn Roman Hahslinger gegenüber "Oe.24" erklärte, soll bei dem Unfall "eine S-Schnellbahn mit einem Regionalzug auf einem viergleisig ausgebauten Streckenabschnitt seitlich zusammengeprallt sein." Ein Bahnabschnitt wurde gesperrt, wie die österreichische Bahn mitteilte. Eine S-Bahn konnte nicht verkehren. "Planen Sie in diesem Bereich derzeit 90 Minuten mehr Reisezeit ein", teilten die ÖBB auf ihrer Webseite mit.


Auch Spanien von Zugunglück betroffen

Das Zugunglück in Österreich ist nicht das einzige, dass Europa am Freitag, den 22.12.2017, erschüttert. Auch im spanischen Alcala de Henares nahe Madrid hatte es einen Zugunfall gegeben. Mindestens zwei Menschen seien schwer verletzt worden, teilten die lokalen Behörden mit. Weitere 40 seien demnach wegen Prellungen und Schock in Behandlung.

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sba/news.de/dpa

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