Trendviertel in New York: Darum ist Brooklyn das neue Manhattan

Mit Carry Bradshaw in einer schicken Bar in New Yorks In-Viertel Manhattan einen Cosmopolitan schlürfen? Wie viele Fans haben sich das schon gewünscht? Doch die Zeiten sind vorbei. Mittlerweile ist Brooklyn das Manhattan 2.0.

Staten Island, Queens, Bronx und natürlich Brooklyn, die Stadtteile von New York City muss man gesehen haben. Doch ein "borough" hat sich in den letzen Jahren ganz schön gemausert. Denn der "Big Apple" kann mehr als nur Manhattan Bild: Shutterstock.com/ Christian Mueller/spot on news

Der Broadway, der Times Square und natürlich "Sex and the City"! Es gibt viele Gründe, einmal nach New York zu reisen. Gerade Manhattan war in den letzten Jahren "the place to be". Genau, war, denn ein anderes "borough" hat dem In-Viertel Manhattan still und leise den Rang abgelaufen: Brooklyn!

"Cragel" statt Schinken-Käse-Sandwich

Mögen die Lichter des Broadway auch noch so hell scheinen, viel heller leuchtet jetzt der Stadtteil jenseits des East River. Galt Brooklyn einst als Arbeiterviertel, schlendern heute Künstler und Hipster durch die Straßen von Williamsburg. Wo früher Fabriken standen, reiht sich heute ein Café an das nächste. Statt Schinken-Käse-Sandwiches liegen jetzt "Cragel" - ein Mix aus Croissant und Bagel - in den Auslagen der Schaufenster. Aber warum?

Die steigenden Preise im hippen Manhattan zwangen viele Bewohner und auch Künstler über die Brooklyn Bridge auf die andere Seite des East River. Auf der Suche nach billigerem Wohn- und Ausstellungsraum fand die New Yorker Bohème in Brooklyn ihr neues Zuhause. Mit den Künstlern kamen aber auch Investmentbanker und zahlungskräftiges Publikum. Aus schlichten Wohnhäusern wurden schicke Apartments, in verlassene Fabrikkomplexe zogen Clubs.

Grün, grüner, Brooklyn

Anne Hathaway, Ethan Hawke, Björk oder Penélope Cruz - viele Stars hatten und haben den Zeitgeist erkannt und wohnen schon längst nicht mehr in Manhattan, sondern residieren mittlerweile in den Brooklyn Heights. Gut, man kann auch kleinere Brötchen backen. Immerhin leben um die 2,5 Millionen Menschen in Brooklyn, die können ja nicht alle in den "Heights" wohnen, oder?

Mit einer fantastischen Skyline wie Manhattan, damit kann Brooklyn nicht aufwarten. Dafür kann man aber zum Beispiel von der Rooftop Bar des Wythe Hotels den Ausblick auf eben diese genießen. Wen es ins Grüne zieht, der muss nicht erst in den Central Park. Der Brooklyn Bridge Park oder der Prospect Park sind nicht weniger grün, dafür aber deutlich weniger überrannt.

"One way" über die Brooklyn Bridge

Das alles mag ein Grund sein, warum immer mehr New-York-Besucher die Brooklyn Bridge nur in eine Richtung überqueren. Denn trotz all dem Glitzer und Glamour, mit dem das schicke Manhattan lockt. Viele ziehen roten Backstein, den polierten Glasfassaden vor und probieren lieber einen "Cragel" im Straßencafé in Brooklyns Gassen, als Cosmo schlürfend in einem überteuerten Club in Manhattan zu sitzen.

Wer den Flair des einstigen Working-Class-Viertels selbst einmal spüren möchte, sollte in den Flieger steigen und den großen Teich überqueren. Denn wer sagt schon gern: "Ich war noch niemals in New York"?

koj_/news.de/spot on news

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