Berliner Weihnachtsmärkte: Berlin will nicht für Sicherheit auf Weihnachtsmärkten zahlen

Seit dem Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt auf dem Berliner Breitscheidplatz im Jahr 2016 gilt auf deutschen Weihnachtsmärkten ein höheres Sicherheitskonzept. Dazu werden auch Poller aufgestellt. Doch in Berlin werden diese nun zum Zankapfel.

Der Breitscheidplatz ist mit mehreren Pollern abgesichert. Bild: dpa

Streit in Berlin! Nach dem Terrorattentat auf den Weihnachtsmarkt auf dem Berliner Breitscheidplatz 2016, sollen bundesweit Beton-Poller die Markt-Besucher vor ähnlichen Anschlägen schützen. In Berlin übernimmt der Senat allerdings nur die Kosten für die Sicherheitskonzepte zweier Weihnachtsmärkte. Wie "bz-berlin.de" berichtet, gehen 69 Weihnachtsmärkte leer aus.

Allein in Berlin gibt es 71 Weihnachtsmärkte, die geschützt werden müssen

Überhaupt scheint niemand so recht zu wissen, wie viel Geld in die Sicherheit der Weihnachtsmärkte fließt. Nachdem die AfD eine Anfrage an den Senat stellte, hieß es: "Welche Kosten den meist privaten Betreiberinnen und Betreibern entstehen, ist dem Senat nur im Ausnahmefall bekannt." Die Ausnahmen bilden der Breitscheidplatz und Schloss Charlottenburg. Bei 71 Weihnachtsmärkten in Berlin, unterstützt die staatliche Seite also nur für zwei die Sicherheitsvorkehrungen.

Nur Weihnachtsmärkte auf Breitscheidplatz und Schloss Charlottenburg bezuschusst

Der Breitscheidplatz bekommt 100.000 Euro, Schloss Charlottenburg 10.000 Euro. Das jedoch auch erst, nachdem der Betreiber gegen die strengen Sicherheitsauflagen klagte - und ein Gericht ihm Recht gab. In Zukunft könnten also Klagewellen drohen. Die Befürchtung steht im Raum, dass, wenn Bezirke mehr Kosten übernehmen müssen, weniger Weihnachtsmärkte zugelassen werden.

Sicherheit geht vor! Politiker für staatliche Kostenübernahme

AfD-Innenpolitiker Karsten Woldeit (42): "Es ist heuchlerisch, wenn der Regierende Bürgermeister beteuert, wir würden uns die Freiheit nicht nehmen lassen – dann aber bei 69 Märkten nicht einen Cent für diese Freiheit bezahlt." In eine ähnliche Richtung argumentiert auch der Linke-Innenexperte Hakan Tas (51): "Setzt sich nun die Rechtssprechung von Charlottenburg durch, sollte der Senat die Bezirke mit Geld unterstützen, damit nicht weniger Märkte stattfinden."

Lesen Sie auch: Wie sicher sind deutsche Weihnachtsgottesdienste?

Folgen Sie News.de schon bei Facebook, Google+ und Twitter? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

gea/koj/news.de

Empfehlungen für den news.de-Leser