Prozess in Paderborn: Vater soll Sohn fast 600 Mal missbraucht haben

Es sind schwere Vorwürfe, die die Staatsanwaltschaft gegen einen Mann aus Altenbeken erhebt: Mehr als 660 Mal soll er sich über Jahre hinweg an Minderjährigen vergangen haben, auch sein Sohn war unter den Opfern.

Fast 600 Mal soll ein Vater seinen Sohn sexuell missbraucht haben (Symbolbild). Bild: soupstock/fotolia

Wegen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen in mehr als 660 Fällen steht seit Donnerstag ein Mann in Paderborn vor Gericht. Der 47 Jahre alte Familienvater aus dem ostwestfälischen Altenbeken soll sich über Jahre hinweg an seinem Sohn, einer Stieftochter sowie an zwei Töchtern von Bekannten sexuell vergangen haben. Allein 570 einzelne Missbrauchsfälle betreffen nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft den mittlerweile 21 Jahre alten Sohn.

Missbrauch in über 600 Fällen: Vater bestreitet Übergriffe auf Sohn

Zum Prozessauftakt sagte der Angeklagte, der seit Sommer in Untersuchungshaft sitzt, unter Ausschluss der Öffentlichkeit aus. Nach Angaben der Richterin räumte er die angeklagten Taten hinsichtlich der Mädchen ein, hat aber jegliche Übergriffe auf seinen Sohn bestritten. Laut Anklage soll der Missbrauch an ihm im Alter von sechs Jahren begonnen haben.

Die große Jugendkammer des Landgerichts hat noch zwei weitere Verhandlungstage angesetzt. Ein Urteil soll am 5. Januar fallen.

Lesen Sie auch: Sexueller Missbrauch in 100 Fällen! Pädophiler Ex-Priester vor Gericht.

Folgen Sie News.de schon bei Facebook, Google+ und Twitter? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

jat/news.de/dpa

Empfehlungen für den news.de-Leser