Explosion in Hamburg: Mutmaßlicher S-Bahn-Bomber vorbestrafter Ex-Neonazi

Der Verursacher der Explosion auf dem Hamburger S-Bahnhof Veddel war der Polizei schon vorher aufgefallen. Bereits 1992 wurde er wegen einem Mord aus rechtsextremistischen Motiven zu einer Haftstrafe verurteilt.

Die Explosion am Hamburger S-Bahnhof wurde vermutlich von einem starken Böller ausgelöst. Bild: Daniel Bockwoldt/dpa

Der Mann, der auf dem Hamburger S-Bahnhof Veddel eine Explosion verursacht haben soll, hat eine rechtsextremistische Vergangenheit und ist wegen Totschlags vorbestraft. Der heute 51-Jährige war 1992 wegen der brutalen Tötung eines Mannes, der Hitler als Verbrecher bezeichnet hatte, zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft Hamburg. Sein damaliger Mittäter, ein Skinhead, betrieb später jahrelang einen Laden im niedersächsischen Tostedt, der als Treff der rechten Szene galt, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Stade der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Explosion auf Hamburger S-Bahnhof Veddel: Verdächtiger hatte rechtsextreme Vergangenheit

Der nun in Hamburg festgenommene 51-Jährige sei aber in letzter Zeit nur noch wegen kleinerer Diebstähle aufgefallen, sagte die Sprecherin der Hamburger Staatsanwaltschaft. Gegen ihn war am Dienstag Haftbefehl erlassen worden. Er soll die Explosion vermutlich mit einem starken Böller ausgelöst haben. Bei der Detonation am Sonntagabend auf einem Bahnsteig war eine Scheibe zu Bruch gegangen, die Wartende vor Wind und Wetter schützen soll.

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jat/news.de/dpa

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