S-Bahnhof Veddel in Hamburg: Sprengsatz war "Polenböller" - Täter flüchtig

Am dritten Advent gibt es an einem Hamburger S-Bahnhof eine Detonation. Sprengstoffexperten werden gerufen, der Bahnhof weiträumig abgesperrt. Wenig später scheint klar zu sein, was explodierte: ein Polenböller.

Nach einer Explosion im S-Bahnhof Hamburg fahndet die Polizei nach dem flüchtigen Täter. (Symbolbild) Bild: dpa

Am Sonntagabend hat es am S-Bahnhof Veddel in Hamburg eine Explosion gegeben. Verletzt worden ist niemand, der Täter ist flüchtig.

Sprengsatz an Hamburger S-Bahnhof Veddel explodiert - Täter flüchtig

Gegen 17.35 Uhr war ein Mann am Sonntag aus der S-Bahnlinie S3 ausgestiegen und hatte eine Plastiktüte abgestellt, wie "Bild" berichtet. Kurz darauf sei ein Sprengsatz am Bahnsteig explodiert. Dabei flogen offenbar auch Schrauben und spitze Gegenstände umher, wodurch Scheiben zu Bruch gingen. Verletzt wurde laut aktuellen Informationen jedoch niemand. Die Polizei Hamburg spricht aktuell von einem "abgestellten mutmaßlich pyrotechnischen Gegenstand".

Keine Hinweise auf terroristischen Hintergrund nach Explosion in Hamburg

Es gibt Hinweise auf eine verdächtige Person und die Polizei hat Ermittlungen eingeleitet. Derzeit gibt es einem Polizeisprecher zufolge keinen Hinweis auf einen terroristischen Hintergrund. Die Detonation sei mutmaßlich durch Feuerwerkskörper verursacht worden, wie "Focus" berichtet. Sprengstoffexperten untersuchen den Tatort.

Explosion in Hamburg war "Polenböller"

Die Explosion auf dem Hamburger S-Bahnhof Veddel ging wahrscheinlich von einem sogenannten Polenböller aus. "Das ist unser derzeitiger Ermittlungsstand", sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur am Montagmorgen. Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund gebe es nicht. Nach der kleinen Detonation am Sonntagabend war eine von mehreren Scheiben zu Bruch gegangen, die Wartende vor Wind und Wetter schützen sollen. Menschen wurden nicht verletzt.

Mutmaßlicher Täter noch immer auf der Flucht

Die Suche nach einem mutmaßlichen Täter war am frühen Montagmorgen nicht abgeschlossen. Nach Angaben der "Bild" hatte vor der Explosion ein Mann eine Plastiktüte auf dem Bahnsteig abgestellt. In der Nacht bestätigte die Polizei den Fund einer Plastiktüte mit Pyrotechnik durch Sprengstoffexperten.

Rund fünf Stunden nach der Explosion hielten die S-Bahnen wieder in dem Bahnhof. Aus Sicherheitsgründen und um die Ermittlungen nicht zu beeinträchtigen, hatte die Polizei den Bahnhof zuvor weiträumig abgesperrt.

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kad/jat/news.de/dpa

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