Wetter aktuell im Dezember 2017: Sturm-Warnung und Hochwasser-Alarm in Deutschland

Auch zur Wochenmitte hin bleibt das Winterwetter in Deutschland wechselhaft. Nach Schnee und Glätte am Wochenende droht nun Tauwetter. Örtlich steigt die Gefahr von Hochwasser.

In Trier sorgte das Tauwetter für steigende Pegelstände. Bild: Harald Tittel/dpa

Der Wintereinbruch hat deutschen Straßen zum Wochenstart chaotische Zustände beschert. Nun taut der Schnee - Hochwasser droht. Grund zur Freude haben nur Atomkraftgegner im Süden.

Wetter Dezember 2017 aktuell: Deutscher Wetterdienst warnt vor Hochwasser

Nach dem Wintereinbruch in Deutschland bringen wärmere Temperaturen Schnee und Eis vielerorts wieder zum Schmelzen. Einige Regionen müssen sich somit weiter auf schwierige Bedingungen einstellen: Der Deutsche Wetterdienst warnte vor Hochwasser und steigenden Pegelständen. Saar und Mosel führten am Montag deutlich mehr Wasser als sonst.

In der Nacht zum Dienstag entspannte sich die Lage zunächst: An der Saar sank der Wasserstand leicht ab, wie das Lagezentrum des saarländischen Innenministeriums mitteilte. An Rhein und Elbe blieben die Pegelstände aus Sicht der Lagezentren der Innenministerien meist unbedenklich.

Wetter in Deutschland aktuell:Auf Schneechaos folgen Regen und Sturm

Auf Schnee folgt Regen: In den nächsten Tagen kommt reichlich Nass vom Himmel. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach erwartet bereits für Mittwochmorgen kräftige Niederschläge, die von Westen her ganz Deutschland erfassen. Dazu weht ein kräftiger Wind. Der erreicht im Flachland 60 Kilometer pro Stunde, an den Küsten und in den Bergen warnen die Meteorologen vor Sturmböen. Die Schnellfallgrenze klettert auf 1000 Meter. Außerdem bleibt es tagsüber mit Höchsttemperaturen um sechs Grad relativ mild. Im Wind fühlt es sich jedoch deutlich kälter an. Nachts sinken die Temperaturen auf Werte um den Gefrierpunkt.

Bis zum Wochenende bleibt das wechselhafte, windige und nasse Wetter. Die Schnellfallgrenze sinkt indes auf 200 Meter, so dass auch im Flachland einige Flocken rieseln können. Ein erneutes Schneechaos-Wochenende sei aber nicht zu erwarten, sagte DWD-Meteorologin Anna Wieczorek. "Wobei in einigen Städten drei Flocken auch schon zu viel sind." Eine Vorhersage, ob in diesem Jahr weiße Weihnachten winken, gibt es noch nicht.

Wetter-Vorhersage: Glatte Straßen sorgen für Unfälle in Deutschland

Das ganz große Verkehrschaos blieb nach dem unfallreichen Wochenstart mit Eis und Schnee in der Nacht zum Dienstag zunächst aus - trotz teils glatter Straßen, insbesondere in den Morgenstunden. Vereinzelt kam es wegen des Wetters zu Unfällen.

So verloren zwei Lastwagenfahrer auf der Autobahn 28 in Niedersachsen auf glatter Fahrbahn die Kontrolle über ihre Fahrzeuge, die in die Leitplanken krachten. Die Polizei sperrte die Strecke zunächst bis Dienstagmorgen voll. Bei weiteren Unfällen war zunächst noch unklar, ob dabei Glatteis eine Rolle spielte. Auch die A7 war nach einem Auffahrunfall zwischen der Anschlussstelle Bordesholm im schleswig-holsteinischen Kreis Rendsburg-Eckernförde und dem Bordesholmer Dreieck bis Dienstagmorgen gesperrt. Zeitweise staute sich der Verkehr auf 15 Kilometern Länge.

Unwetterwarnung aktuell: Sturm an der Küste und in Sachsen-Anhalt

In Bayern verlief die Nacht aus Sicht des Lagezentrums des Innenministeriums ruhig. Witterungsbedingte Einsätze hätten sich in Grenzen gehalten, sagte ein Sprecher am frühen Morgen. Für die Alpen rechnete der Deutsche Wetterdienst erst ab Mittwochnacht mit weniger Schneefällen. Die Meteorologen sprachen am Morgen noch einmal Starkwind-Warnungen für die deutsche Nord- und Ostseeküste aus. In Sachsen-Anhalt wurde vor Orkanböen gewarnt.

Castor-Transport in Baden-Württemberg wegen schlechtem Wetter abgesagt

Für gute Laune dürfte das zu erwartende "Schietwetter" zumindest bei Atomkraftgegnern sorgen: Ein für Dienstagmorgen angekündigter Castor-Transport auf dem Neckar vom baden-württembergischen Obrigheim ins Zwischenlager Neckarwestheim sei wegen schlechter Witterungsbedingungen verschoben worden, sagte ein Sprecher des Lagezentrums von Baden-Württemberg der Deutschen Presse-Agentur.

Lesen Sie auch: Weiße Weihnachten? Das prophezeit uns der Hundertjährige Kalender.

Folgen Sie News.de schon bei Facebook, Google+ und Twitter? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

jat/kns/news.de/dpa

Empfehlungen für den news.de-Leser