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Strafbefehl beantragt: Bundestagskandidat unter Kinderporno-Verdacht

Ein 50-jähriger Mann aus Nordrhein-Westfalen soll eine Geldstrafe zahlen, weil er Fotos mit kinderpornografischem Inhalt verbreitet haben soll. Besonders pikant: Er kandidierte erst kürzlich für die Bundestaswahl.

Ein Ex-Bundestagskandidat steht unter Kinderpornografieverdacht (Symbolbild). Bild: soupstock/fotolia

Wegen der Verbreitung und des Besitzes kinder- und jugendpornografischer Schriften hat die Staatsanwaltschaft Detmold Strafbefehl gegen einen ehemaligen Bundestagskandidaten beantragt. Der 50 Jahre alte Mann aus Lemgo inNordrhein-Westfalen solle eine Geldstrafe von 15.000 Euro zahlen, teilte die Staatsanwaltschaft am Montag mit. Ihm wird vorgeworfen, in einem Chat im Dezember 2016 eine Datei mit drei Farbbildern kinderpornografischen Inhalts hochgeladen und sie Chatteilnehmern zur Verfügung gestellt zu haben.

Verdacht auf Kinderpornografie: Staatsanwaltschaft Detmold beantragt Strafbefehl

Der Mann hatte im Mai 2017 seine Kandidatur für die Bundestagswahl mit der Begründung zurückgezogen, dass die Staatsanwaltschaft gegen ihn ermittele. Daraufhin waren die Ermittlungen öffentlich geworden.

Kinderpornografie bei Bundestagskandidat aus NRW gefunden

Die Polizei war ihm auf die Spur gekommen, nachdem ein amerikanischer Internet-Dienstanbieter den Behörden einen Hinweis gegeben hatte. Im März 2017 wurden in der Folge die Wohnung und der Arbeitsplatz des Mannes bei einer Behörde in Herford durchsucht. Dabei wurden über 250 Bilder gefunden, wobei es sich laut Staatsanwaltschaft überwiegend um Jugendpornografie handelt. Darunter sind aber auch 21 Dateien mit pornografischen Abbildungen von Kindern.

Kommt der Mann vor Gericht?

Das Amtsgericht Lemgo muss nun entscheiden, ob es den Strafbefehl erlässt oder einen Hauptverhandlungstermin anberaumt. Der Angeschuldigte kann bei Erlass eines Strafbefehls noch Einspruch einlegen und selbst eine öffentliche Verhandlung herbeiführen.

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jat/news.de/dpa

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