31.12.2017, 08.00 Uhr

Mordfälle 2017: Deutschland unter Schock! Die Horror-Morde des Jahres

Auch 2017 war leider kein Jahr ohne Blutvergießen. Zahlreiche Schlagzeilen berichten von unzähligen Morden und grausamen Tötungsdelikten. Eine Handvoll von ihnen sind uns besonders im Gedächtnis geblieben.

Auch 2017 gab es Taten, die uns den Atem anhalten ließen. Bild: Fotolia/ratsadapong

2017 wird immer das Jahr bleiben, in dem der 9-jährige Jaden Opfer eines brutalen Mordes geworden ist. Derzeit ist der mutmaßliche Täter Marcel H. noch vor Gericht. Über seinen Verteidiger hat der Angeklagte den Mord jedoch gestanden. Auch soll er seinen Ex-Schulfreund (22) getötet haben.

Doppelmord in Herne: Marcel H. Als mutmaßlicher Täter vor Gericht

Der zur Tatzeit 19-jährige Marcel H. soll am 6. März "heimtückisch und aus Mordlust" den neunjährigen

Nachbarsjungen mit zahlreichen Messerstichen getötet haben, wie das Gericht in Bochum mitteilte. Am Tag darauf soll er einen Bekannten, bei dem er Unterschlupf gesucht hatte, ebenfalls ermordet haben. Auch hier sieht die Staatsanwaltschaft unter anderem das Mordmerkmal Heimtücke als gegeben an. Um Beweise zu vernichten, soll er außerdem zwei Tage später in der Wohnung des zweiten Opfers einen Brand gelegt haben, bevor er sich stellte.

FDP-Politikerin Cornelia Jehle von eifersüchtigen Ex-Mann ermordet

Ebenfalls schockierend war der Mord im Oktober an FDP-Politikerin Cornelia Jehle und ihrer 30 Jahre jüngeren Affäre. Ihr offenbar heillos eifersüchtiger Ehemann hatte seiner Frau und ihrem 30 Jahre jüngeren Partner in einem Auto die Kehlen durchgeschnitten. Danach starb er auf dem Rücksitz an einer Schussverletzung, die er sich aller Wahrscheinlichkeit nach selbst zugefügt hatte.

Die Bluttat in der Tiefgarage stellt sich den Ermittlern als tödlicher Höhepunkt von seit längerem anhaltenden Streitigkeiten dar. Sie seien zwischen dem Ehemann und seiner Frau, die bei der Stadtverwaltung tätig waren, teils offen ausgetragen worden, berichteten Zeugen. Dem Ehemann war ein Kontaktverbot erteilt worden. Im Juni musste die Polizei einschreiten und ihn mit Gewalt aus der Wohnung der Frau weisen.

Serienmörder in Nürnberg? 3 tote Huren in 2 Monaten

Am 24. Mai war eine 22-jährige rumänische Prostituierte in Nürnberg ermordet worden. Rettungskräfte hatten die Frau nachts in einer brennenden Wohnung im sechsten Stock eines Nürnberger Mehrfamilienhauses gefunden. Am Pfingstmontag wurde dann wieder eine Prostituierte, eine 44 Jahre alte Chinesin, umgebracht. Die Polizei ging von Anfang an davon aus, dass beide Taten zusammenhängen.

Kurz darauf konnte die Polizei einen 21 Jahre alten Tatverdächtigen festnehmen. An beiden Tatorten seien DNA-Spuren des 21 Jahre alten Nürnbergers Felix R. sichergestellt worden. Als Motiv habe der Arbeitslose Streitigkeiten mit den beiden Frauen genannt. Die Polizei kam ihm nach der Auswertung der Telefonverbindungsdaten von einer der getöteten Prostituierten auf die Spur.

18 Jahre nach Mord! Täter anhand eines Fingerabdrucks überführt

Aber nicht nur aktuelle Verbrechen waren 2017 in den Schlagzeilen auch der 18 Jahre alte Mordfall an Johanna Bohnacker (8) wurde erneut aufgerollt. Aufmerksamen Passanten und einer verbesserten Technik zum Fingerabdruck-Vergleich ist zu verdanken, dass ein Tatverdächtiger festgenommen werden konnte. Der 41-Jährige soll das Mädchen 1999 in den Kofferraum seines Autos gezerrt und gefesselt haben. Laut Staatsanwaltschaft hat der Mann gestanden, dass er sich sexuell an dem Kind vergangen und es dann getötet hat. Aufmerksam war die Polizei auf ihn geworden, da Passanten ihn bei "Fessel-Spielen" mit einer 14-Jährigen in einem Maisfeld entdeckt hatten.

Johanna Bohnhacker, die am 2. September 1999 spurlos verschwand und sieben Monate später ermordet aufgefunden wurde. Bild: dpa

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mag/gea/news.de/dpa

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