"Exakt"-Reportage: MDR-Bericht: Kindesmissbrauch in deutschen Moscheen

Es ist ein Tabuthema. Doch Betroffene haben ihr Schweigen gebrochen und mit den "Exakt"-Reportern des MDR über sexuelle Übergriffe in Moscheen gesprochen. Es geht um Kinder, die von ihren Lieblingslehrern sexuell missbraucht wurden.

Werden in deutschen Moscheen Koranschüler missbraucht? Bild: dpa / Symbolbild

Die Enthüllungen sind haarsträubend: In Moscheen in Deutschland sollen einem Bericht des MDR-Magazins "Exakt" zufolge zahlreiche Kinder missbraucht worden sein. Mit Keksen und Saft wurden die Kinder mitunter auf die Toilette gelockt, wo schließlich die Übergriffe stattfanden. Danach wurden die Opfer eingeschüchtert, den Mund zu halten, weil der Peiniger ansonsten die ganze Familie umbringen würde. Doch bei einem sechs Jahre alten Jungen waren die Verletzungen nicht zu übersehen. Ein Arzt diagnostizierte den Verdacht auf Vergewaltigung.

Sexueller Missbrauch in deutschen Moscheen

Der Junge besuchte eine Koranschule in einer Berliner Moschee. Laut MDR werden dort insgesamt 70 Kinder unterrichtet. Der Vorstand der Moschee hatte der Familie des sechs Jahre alten Opfers viel Geld für ihr Schweigen geboten. Doch dieses lehnte die Familie ab, woraufhin der Täter sich ins Ausland absetzte.

Sexueller Missbrauch Tabu-Thema unter Muslimen

Die "Exakt"-Recherchen ergaben, dass es in den letzten fünf Jahren nur vier angezeigte Fälle von Kindesmissbrauch in Moscheen gab. Doch die Dunkelziffer dürfte deutlich höher sein. Der muslimische Arzt Mimoun Azizi erklärte im Gespräch mit den MDR-Reportern: "In den letzten 15 Jahren ist es eben häufiger vorgekommen, dass ich dann Patienten behandelt habe, die tatsächlich auch missbraucht worden sind."

Junge Muslime in Koranschulen missbraucht

Doch nicht nur in deutschen Moscheen fallen Kinder Sex-Tätern zum Opfer. Flüchtlinge berichteten auch über ähnliche Erlebnisse in den Koranschulen in ihren Heimatländern. "Es war immer in der Toilette der Moschee. Dort habe ich auch gesehen, wie die anderen Kinder vergewaltigt wurden. Ich bin dann in eine andere Koranschule gegangen, dort war es aber dasselbe", erklärte ein junger Mann aus Libyen den MDR-Reportern.

Missbrauchen also Imame und Koranlehrer verstärkt ihre Schüler auch in deutschen Moscheen? "Die Religion verhindert, dass die Leute darüber reden, weil der Imam heilig ist. Deshalb kann er machen, was er will", so der Mann aus Libyen.

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fka/loc/news.de

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