Potsdamer Weihnachtsmarkt im News-Ticker: Weihnachtsmarkt war wahrscheinlich nicht Anschlagsziel

In der Potsdamer Innenstadt wird ein verdächtiges Paket abgestellt. Die Polizei sperrt den Bereich schnell ab und entschärft den verdächtigen Gegenstand. Die Hintergründe sind zunächst unklar. Alle aktuellen Entwicklungen hier.

Die Polizei sperrte den Bereich weiträumig ab. Bild: Julian Stähle/dpa

Wegen eines verdächtigen Gegenstands ist ein Weihnachtsmarkt in der Potsdamer Innenstadt zum Teil geräumt worden. Die Polizei sperrte am Freitagnachmittag einen Bereich um den Fundort ab, wie ein Sprecher des Präsidiums sagte. Spezialkräfte der Bundespolizei rückten aus, um den Gegenstand zu untersuchen.

Weihnachtsmarkt evakuiert: Verdächtiger Gegenstand in Potsdam gefunden

Es handelte sich um ein Paket, das am Nachmittag vor einer Apotheke abgestellt worden war. Im Innern sollen sich unter anderem Kabel befinden. Die Polizei informierte auf Twitter über das Geschehen.

Aktuelle Meldungen zum Weihnachtsmarkt in Potsdam im News-Ticker

+++ Samstag, 2.12.2017, 12.12 Uhr: Potsdamer Weihnachtsmarkt war wahrscheinlich nicht das Ziel +++

Die Polizei geht eher nicht von einem geplanten Anschlag auf den Weihnachtsmarkt aus. "Nach bisherigen Erkenntnissen halten es unsere Ermittler eher für unwahrscheinlich, dass der Weihnachtsmarkt Ziel war", erklärte die Polizei am Samstag per Twitter.

+++ Samstag, 2.12.2017, 11.51 Uhr: Weihnachtsmärkte in Potsdam wieder geöffnet +++

Die Weihnachtsmärkte in Potsdam haben an diesem Samstag wieder normal geöffnet. Der Betrieb sei planmäßig um 11.00 Uhr gestartet, teilte die Stadt mit. Allerdings hätten Polizei und Ordnungsamt ihre Präsenz auf den insgesamt drei Weihnachtsmärkten der Stadt erhöht.

+++ Samstag, 2.12.2017, 8.32 Uhr: Mehr Polizisten auf Streife +++

Die Sicherheitsmaßnahmen auf Weihnachtsmärkten in Brandenburg wurden erhöht. Einsatzkräfte der Bereitschaftspolizei sollen verstärkt auf Streife laufen, "vor allem in Potsdam", wie ein Sprecher des Lagezentrums am Samstagmorgen sagte.

+++ Freitag, 1.12.2017, 22.07 Uhr: Bislang kein Hinweis auf weitere Bomben +++

Nach dem Fund suchten Polizisten nach möglichen weiteren verdächtigen Paketen, Spürhunde wurden eingesetzt, um mögliche Sprengsätze zu finden. Es bestehe aber keine Gefahrenlage mehr, sagte ein Polizeisprecher am Abend. Kurz vor 22 Uhr teilte die Polizei auf Twitter mit, dass die Suche mit Sprengstoffspürhunden in der Innenstadt abgeschlossen sei: "Sie haben nichts Verdächtiges gefunden!"

Die Apotheke und Teile des Weihnachtsmarkts blieben aber zunächst weiter abgesperrt. Die Feuerwehr stellte deswegen für Anwohner einen Wärmebus zur Verfügung. Die Polizei ging davon aus, dass der Markt bereits an diesem Samstag wieder öffnen werde.

+++ Freitag, 1.12.2017, 21.18: Ermittler prüfen bundesweit mögliche Parallelen +++

Nach dem Fund eines gefährlichen Pakets am Weihnachtsmarkt in Potsdam wollen die Ermittler bundesweit nach möglichen Parallelen suchen. Es werde in den kommenden Tagen geprüft, ob Inhalte des Sprengsatzes ohne Zünder schon einmal irgendwo anders entdeckt worden seien, sagte Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) am Freitagabend im RBB. Man werde Abfragen an alle Bundesländer richten, sobald der Inhalt endgültig analysiert sei.

Schröter sprach von einem "sehr gut imitierten Sprengkörper". Der Minister betonte, dass von dem Fund Gefahr ausgegangen wäre, wenn der Sprengkörper zündfähig gewesen wäre. Von einem sogenannten Polenböller gehe in einem fest verschlossenen Behältnis eine erhebliche Sprengkraft aus. Der Vorfall sei komplett überraschend, betonte Schröter. Es habe im Vorfeld keinerlei Hinweise gegeben.

Schröter bekräftigte, es sei offen, ob das verdächtige Paket dem Weihnachtsmarkt oder der Apotheke gegolten habe. "Beide Vermutungen bleiben offen." Zugleich kündigte Schröter an, dass die Polizeipräsenz am Weihnachtsmarkt verstärkt werde.

+++ Freitag, 1.12.2017, 21.10: Sperrungen am Potsdamer Weihnachtsmarkt - Wärmebus für Anwohner +++

Wegen anhaltender Absperrungen am Potsdamer Weihnachtsmarkt hat die Feuerwehr für Anwohner einen Wärmebus bereitgestellt. Das teilte die Polizei am Freitagabend auf Twitter mit. Nach dem Fund eines verdächtigen Pakets hatte die Polizei größere Teile des Weihnachtsmarkts abgesperrt. Spürhunde suchten nach möglichen Sprengsätzen. Nach den ersten Ermittlungen bestand das von Unbekannten an eine Apotheke geschickte Paket unter anderem aus Nägeln und einem sogenannten Polenböller, es enthielt aber keinen Zünder. Die Hintergründe waren am Abend noch völlig unklar.

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