Schlechte Nachrichten 2017: Das waren die traurigsten Schlagzeilen des Jahres

Auch 2017 hätte man glatt zum Misanthropen, zumindest aber zum Pessimisten werden können. Denn neben schrecklichen Unglücken, wie den Brand des Grenfell Towers in London, setzten sich Menschen vor allem gegenseitig zu. An Deniz Yücel zeigt sich: Der Kampf um die Freiheit ist schwer.

Der Journalist Deniz Yücel (li.) wird nach wie vor in der Türkei festgehalten. Bei einem Attentat auf ein Festival sterben in Las Vegas 58 Menschen (re. oben), bei einem Großbrand im Grenfell Tower sterben 71 Bewohner (re. unten). Bild: news.de-Montage/dpa

Im Jahr 2017 sind uns nicht nur schöne Dinge widerfahren. Neben Terror, Morden und Katastrophen, haben immer wieder andere traurige Schlagzeilen die Menschen erschüttert. Eine Auswahl haben wir im Folgenden zusammengestellt.

Die historische Stadt Palmyra wurde vom IS zerstört. Bild: dpa

Suche nach Boing 777 wird eingestellt, der IS legt Palmyra in Schutt und Asche

Der Januar ging mit schlechten Nachrichten los. Am 17. Januar wurde verkündet, dass die Suche nach Boing 777 von Malaysia Airlines eingestellt wird. Das Passagierflugzeug war 2014 über dem Indischen Ozean verschwunden. An Bord befanden sich 239 Menschen. Ihr Schicksal bleibt bis heute unklar. Drei Tage später kommen die Ausmaße der Zerstörung durch die Terrormiliz Islamischer Staat ans Licht. Neben schrecklichem Leid, unzähligen Toten und grausamer Folter haben sie auch die Oasenstadt Palmyra mit dem alten römischen Amphitheater zerstört. Damit liegt ein unwiederbringliches Weltkulturerbe in Schutt und Asche.

Deniz Yücel wird in der Türkei inhaftiert, im Südsudan sind Millionen von Hungersnot bedroht

An Valentinstag erreichen uns schlimme Nachrichten aus der Türkei. Der deutsch-türkischer Korrespondent der "Welt", Deniz Yücel, wird in Istanbul wegen des Verdachts auf Terrorismus festgenommen. Er sitzt noch immer im Gefängnis. Im April verhaftet die Polizei die Übersetzerin Mesale Tolu, im Juli den Menschenrechtler Peter Steudtner. Beide sind inzwischen wieder frei. Die Fälle belasten das deutsch-türkische Verhältnis schwer. Am 20. Februar berichten die Vereinten Nationen von einer akuten Hungersnot im Südsudan. 100.000 Menschen sind in Lebensgefahr, eine Million Menschen stehen am Rande einer Hungersnot. Fünf Millionen Menschen haben nicht genug zu essen.

In einem irischen Mutter-und-Kind-Heim werden 800 Kinderskelette entdeckt

Am 3. März bestätigt ein Untersuchungsbericht den Fund eines Massengrabs mit rund 800 Kinderskeletten in einem Mutter-und-Kind-Heim im westirischen Tuam. Das Heim für ledige Mütter wurde von einem katholischen Frauenorden betrieben. Am 26. April wird im bayerischen Hammelburg ein unter falschem Namen als syrischer Flüchtling getarnter Bundeswehr-Oberleutnant festgenommen. Der 28-jährige Franco A. soll einen rechtsterroristischen Anschlag geplant haben. Der Verdacht lässt sich später nicht erhärten. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) kritisiert "Führungsschwächen" in der Armee und lässt Wehrmachtsymbole aus den Kasernen entfernen.

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