Katastrophen 2017: Erdbeben, Hochwasser, Hurrikans - so setzte uns die Natur dieses Jahr zu

Erdbeben, Hochwasser, Waldbrände - Die Liste der Natur-Katastrophen im Jahr 2017 ist lang. Das Wetter wird aufgrund des Klimawandels immer extremer. Das spürten wir auch hierzulande.

Auch 2017 sorgten Wirbelstürme, Überflutungen und Waldbrände für großen Personen- und Sachschaden. Bild: dpa

Mit dem Klimawandel wird auch das Wetter immer extremer. Stürme und heftige Regenschauer sind eine Folge, die auch Deutschland immer häufiger zu spüren bekommt. Doch auch andernorts wüten Stürme und Unwetter. Vor allem die Karibik und der Südosten der USA erlitt durch Hurrikan "Harvey" schwere Schäden. Und auch extreme Trockenheit führte zu Katastrophen.

Das Jahr 2017 startete mit Erdbeben in Italien und Schlammlawinen in Kolumbien

Gleich im Januar 2017 erschütterte am Mittwoch, den 18. ein Erdbeben den italienischen Abruzzen-Ort Farindola. Dadurch wurde eine Lawine ausgelöst, die ein ganzes Hotel unter sich begrub. Dabei starben 29 Menschen. Am 1. April wurde die kolumbianische Stadt Mocoa nach heftigen Regenfällen und damit einhergehenden Erdrutschen von Schlammlawinen überrollt. In den Schlammfluten starben bei der Naturkatastrophe 320 Menschen.

Portugal kämpfte im Juni mit Waldbränden, Japan mit einem Tropensturm

Im Juni entflammten nach mehreren Blitzeinschlägen die schlimmsten Waldbrände, die Portugal je gesehen hat. 1.700 Feuerwehrleute versuchten über mehrere Tage hinweg, Herr der Flammen zu werden. Viele Bürger mussten vor den Bränden flüchten, mindestens 65 Menschen starben bei dem Versuch. Anfang Juli hingegen traf ein Tropensturm die japanische Insel Kyushu, begleitet von Fluten und Schlammmassen, die mindestens 36 Menschen das Leben kostete und zahlreiche Menschen obdachlos machte.

Feuer im Yosemite-Nationalpark, in Sierra Leona starben 1.000 Menschen

Nahe des amerikanischen Nationalparks Yosemite brachen Mitte Juli schwere Waldbrände aus, die Jahrhunderte alte Mammutbäume verschlangen. 330 Quadratkilometern Wald verbrannten, Hunderte Menschen verloren durch das Unglück ihr Zuhause. Mitte August regnete es in Sierra Leona ungewöhnlich stark. Schlammlawinen, die durch große Abholzungen ungehindert ganze Dörfe hinwegrissen, waren die Folge. Am Ende waren mehr als 1.000 Todesopfer zu beklagen. Fast zeitgleich hatten Bangladesch, Indien und Nepal 45 Millionen Menschen mit heftigen Monsunregenfällen zu kämpfen. Innerhalb von zwei Wochen starben 1.300 Menschen.

Hurrikans Harvey, Irma und Maria lassen Karibik und USA nicht zur Ruhe kommen

Hurrikan "Harvey" verwüstete im August die Karibik und hielt dann Kurs auf Texas. Die Stürme erreichten eine Geschwindigkeit von 200 Stundenkilometern, es regnete zudem heftig. Die texanische Küstenstadt Houston wurde stark verwüstet. Auch der Nachbar-Bundesstaat Louisiana war betroffen. Die Schäden beliefen sich auf circa200 Milliarden Dollar, 1.000 Häuser wurden dem Erdboden gleich gemacht und circa 90 Menschen verloren ihr Leben.

Im September traf dann Hurrikan "Irma" auf die Karibik und erwies sich als ebenso stark wie Hurrikan "Harvey". In den USA traf der Sturm diesmal in Florida auf Land. 90 Menschen starben, Millionen von US-Bürgern mussten fliehen. Der finanzielle Schaden ist kaum zu beziffern. Am 20. September traf Hurrikan "Maria" mit bis zu 230 Stundenkilometern auf die US-Karibikinsel Puerto Rico. Die Schäden waren enorm. 45 Menschen kamen ums Leben. Der Großteil der Bevölkerung hatte tagelang keinen Strom. Im gesamten Gebiet der Karibik starben durch den Hurrikan knapp 100 Menschen.

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