29.11.2017, 10.14 Uhr

Rundfunkbeitrag nicht gezahlt: NDR lässt Konto von Rentnerin (77) pfänden

Ursula Gierke hat weder TV noch Radio und sieht es gar nicht ein, von ihrer Rente monatlich eine GEZ-Abgabe zu bezahlen. Das kommt ihr nun teuer zu stehen. Das Konto der Rentnerin wird gepfändet.

Das Konto einer 77-Jährigen wird gepfändet, weil sie die GEZ nicht zahlen wollte. Bild: dpa

Ursula Gierke (77) aus Wismar hat weder einen Fernseher noch ein Radio. Eigentlich müsste sie für ihren Haushalt eine monatliche GEZ-Abgabe von 17,50 Euro zahlen. Doch seit der Einführung des neuen Gebührensystems im Jahr 2013 hat sich die Rentnerin strikt geweigert, den Zahlungsaufforderungen nachzukommen. "ostsee-zeitung.de" berichtete zuerst über ihren Fall.

95 Euro werden nun monatlich vom Konto der Rentnerin abgebucht

Denn die Strafe trifft die Rentnerin hart. 95 Euro werden nun monatlich von ihrem Konto abgebucht - Zwangspfändung! "Ich habe elf Kinder groß gezogen und immer gearbeitet. Ich brauche keinen Fernseher", so GEZ-Verweigererin Gierke. Das Eintreiben der Gebühr wird durch die Stadt übernommen. Die Pfändung des Lohnes oder des Kontos ist dabei Gang und Gäbe. Im Jahr 2017 wurden allein in Rostock bereits 4.000 sogenannte "Ersuchen auf Vollstreckungshilfe" vom NDR gestellt.

Bürger haben oft Anspruch auf Befreiung und wissen es nicht

Oft haben die betroffenen Bürger aber Anspruch auf eine Befreiung vom Rundfunkbeitrag, beispielsweise wegen eines geringen Einkommens. Dementsprechend helfe es, einen Antrag auf Befreiung zu stellen, der auch drei Jahre rückwirkend noch gestellt werden kann. Ob Sie sich von der GEZ freistellen lassen können und wo Sie den Antrag auf Befreiung finden, erfahren Sie übrigenshier.

Lesen Sie auch: GEZ-Schock! Diesen Haushalten drohen saftige Nachzahlungen.

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gea/loc/news.de

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