25.11.2017, 12.00 Uhr

Sprengstoff-Attentat in Ägypten: Zahl der Toten steigt auf 305

Ein Anschlag auf eine Moschee auf der Sinai-Halbinsel (Ägypten) hat Berichten zufolge mehr als 300 Menschen das Leben gekostet. Zudem ist die Rede von mindestens 109 Verletzen, die das Sprengstoff-Attentat forderte.

Ein Sprengstoffattentat in Ägypten kostete mindestens 25 Menschen das Leben (Symbolfoto). Bild: Fotolia / kaninstudio

Seit langem versuchen die Sicherheitskräfte in Ägypten, einen Ableger der Terrormiliz IS auf der Sinai-Halbinsel zu bekämpfen. Hunderte Polizisten sind schon bei Anschlägen und Schusswechseln getötet worden. Jetzt trifft es Betende in einer Moschee.

Sprengsätze in Moschee: Angriff auf Muslime nach Freitagsgebet in Ägypten

Die Anzahl der Todesopfer bei dem verheerenden Anschlag vom Freitag auf eine Moschee im Norden der ägyptischen Sinai-Halbinsel hat sich auf mindestens 305 erhöht. Unter den Toten seien auch 27 Kinder, berichtete das ägyptische Staatsfernsehen am Samstag unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft.Wie es aus Sicherheitskreisen hieß, legten Angreifer zunächst mehrere Sprengsätze rund um die Al-Rawdah-Moschee in der Nähe der Provinzhauptstadt Al-Arisch und zündeten sie, als die Gläubigen nach dem Freitagsgebet herauskamen. Anschließend hätten sie auf Flüchtende geschossen, hieß es weiter.

Dramatische Szenen von Attentat bei Social Media

Auf Bildern, die direkt nach dem Anschlag in den sozialen Netzwerken geteilt wurden, sind zahlreiche Körper zu sehen, die im Innern einer Moschee auf dem Boden liegen und teilweise mit Decken oder Kleidungsstücken abgedeckt sind. Der grüne Teppichboden der Moschee ist voller Blutflecken. Auf anderen Fotos werden Menschen in Krankenwagen und auf der offenen Ladefläche von Autos weggefahren.

Sicherheitskräfte seien derzeit auf der Suche nach den Angreifern und würden sie in der Umgebung der Moschee verfolgen, hieß es aus Sicherheitskreisen. Der ägyptische Staat erklärte eine dreitägige Trauerzeit für die Opfer des Angriffs.

Terrormiliz IS wütet auf Halbinsel Sinai in Ägypten

Auf der Sinai-Halbinsel kommt es immer wieder zu terroristischen Angriffen eines Ablegers der Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Vor allem Sicherheitskräfte sind im Visier der Islamisten. Militär und Polizei gehen in der Region massiv gegen mutmaßliche Terroristen vor. Bei Razzien kam es zuletzt häufiger zu tödlichen Schusswechseln. Die Region im Norden der Halbinsel ist zu großen Teilen militärisches Sperrgebiet.

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loc/news.de/dpa

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