21.11.2017, 15.03 Uhr

Atomunfall?: Radioaktive Wolke! Russland gibt erhöhte Strahlung zu

Vor einigen Wochen wurde eine erhöhte Strahlung über Deutschland gemessen. Wissenschaftler spekulierten über die Herkunft der radioaktiven Wolke. Nun gibt Russland erstmals zu, das auch dort Strahlung gemessen wurde.

In Majak ereignete sich 1957 einer der schlimmsten Atomunfälle der Geschichte. Bild: dpa

Russland hat Angaben über leicht erhöhte Radioaktivitätswerte in der Luft bestätigt. Im Oktober seien geringe Mengen an Ruthenium-106 (Ru-106) an einigen Orten in Russland nachgewiesen worden, teilte das russische Umweltministerium am Dienstag in Moskau mit.

Erhöhte Strahlung! Kommt die Radioaktivität aus dem Atomkraftwerk Majak?

Unter anderem wurde der radioaktive Stoff nach Angaben des Wetterdienstes im Südural gemessen, wo sich auch die Kerntechnische Anlage Majak befindet. Die Werte seien jedoch eindeutig unter dem zulässigen Limit, hieß es. Es bestehe keine Gefahr für die Bevölkerung.

Bereits vor Wochen war über die Ruthenium-Werte berichtet worden. Das Bundesamt für Strahlenschutz in Berlin wies auf erhöhte Werte in Sachsen und Österreich hin. Die Quelle des radioaktiven Stoffes sei bislang unbekannt, hieß es auf russischer Seite. Die Majak-Betreiber bestreiten, dass das Ruthenium-106 aus dem Atomzentrum kommt.

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bua/news.de/dpa

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