Nazifund auf dem Sportplatz: Bagger buddelt riesiges Hakenkreuz in Hamburg frei

Es ist vier mal vier Meter groß und lag Jahrzehnte verborgen unter der Erde. Auf einem Hamburger Sportplatz ist ein großes Hakenkreuz gefunden worden. Doch woher stammt das Nazi-Relikt, das von einem Bagger ans Tageslicht befördert wurde?

Bei Bauarbeiten im Hein-Kling Stadion in Hamburg-Billstedt ist ein Baggerfahrer auf ein riesiges Hakenkreuz gestoßen, das vier mal vier Meter misst. Bild: Christian Charisius / picture alliance / dpa

Bei Bauarbeiten auf einem Hamburger Sportplatz ist ein Baggerfahrer auf ein riesiges Hakenkreuz gestoßen. Der Bagger hatte auf dem Platz im Stadtteil Billstedt ein Fundament für neue Umkleidekabinen ausgehoben, als er auf das Hakenkreuz stieß, wie der erste Vorsitzende des Sportvereins Billstedt-Horn, Joachim Schirmer, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Bagger buddelt Hakenkreuz auf Hamburger Baustelle aus

Das Hakenkreuz aus Beton ist nach Angaben des Platzwarts vier mal vier Meter groß. An der Stelle habe früher ein großes Denkmal gestanden, das vor Jahrzehnten abgerissen worden sei, sagte der Vorsitzende. Über den Fund am Freitag hatte zuvor die "Bild"-Zeitung berichtet. Der zuständige Bezirksamtsleiter Falko Droßmann (SPD) war nach Angaben einer Sprecherin am Montag zu dem Sportplatz gefahren, um sich persönlich zu informieren. Das Denkmalschutzamt sei informiert, das Hakenkreuz solle so schnell wie möglich weg, sagte die Sprecherin.

Das passiert jetzt mit dem riesigen Hakenkreuz in Hamburg

Nach Angaben des Sportverein-Vorsitzenden fanden die Baggerarbeiten statt, um neue Umkleidekabinen aufbauen zu können. Bei den Erdarbeiten sei dann in etwa 40 Zentimeter Tiefe das Hakenkreuz aus der NS-Zeit zum Vorschein gekommen, sagte Schirmer. Der Fund sei so groß und schwer, dass der Bagger ihn nicht wegbewegen konnte. Es müsse wohl mit einem Presslufthammer zerstört werden.

Für den Verein, der durch den Fund plötzlich ins Rampenlicht gerückt wurde, heißt es nach Angaben des Vorsitzenden: Der Sportbetrieb geht ganz normal weiter.

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loc/news.de/dpa

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