Sexismus-Skandal in Südkorea: Krankenschwestern zu "Sex-Tanz" gezwungen

In einem südkoreanischen Krankenhaus sollen junge Krankenschwestern systematisch gedemütigt worden sein. Regelmäßig wurden sie dazu gezwungen, in knappen Outfits vor ihren Chefs zu tanzen. Jetzt brechen sie ihr Schweigen.

In einem südkoreanischen Krankenhaus mussten Krankenschwestern für ihre Chefs tanzen (Symbolbild). Bild: milanmarkovic78/fotolia

Im Sacred Heart Hospital im südkoreanischen Chuncheon wurden jungen Frauen offenbar gezielt gedemütigt und zu herabwürdigenden Aufgaben gezwungen - zur Freude der Chef-Etage. Auf Firmen-Events mussten sie für ihre Vorgesetzten erotische Tänze vollführen. Der Fall soll nun untersucht werden.

Sacred Heart Hospital: Junge Krankenschwestern zu "Sexy Tänzen" gezwungen

Laut der "Korea Times" mussten die Frauen auf internen Veranstaltungen in Hot Pants und knappen Oberteilen für ihre Vorgesetzten tanzen. Eine Krankenschwester, die anonym bleiben möchte, berichtete, dass vor allem junge Kolleginnen, die sich nicht dagegen wehren konnten, zu derartigen Auftritten gezwungen wurden. Viele sollen im Anschluss in Tränen ausgebrochen sein.

Krankenschwester-Gewerkschaft empört über Sexismus-Skandal

Die "Korean Nurses Association" zeigte sich empört über die Vorwürfe. "Dies ist ein schwerwiegender Angriff auf das Berufsbild und das Selbstvertrauen von Krankenschwestern", teilte die Interessenvertretung der koreanischen Krankenschwestern in einem Statement mit. Die Vereinigung forderte von der Regierung rasche Maßnahmen, um Sexismus gegen Krankenschwestern zu verhindern und ihre Menschenrechte zu stärken. Der Fall soll jetzt intern untersucht werden.

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jat/sba/news.de

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