Krasse Fälle von Selbstjustiz 2017: Gesteinigt, vergewaltigt, kastriert: Vom Opfer zum Täter

Nicht selten finden Gewaltopfer die Strafe, die ihre Peiniger vom Gericht erhalten, lächerlich. Denn nicht immer bedeutet Recht auch Gerechtigkeit. Für die Opfer und ihre Angehörigen oftmals Grund genug, das Gesetz selbst in die Hand zu nehmen.

Recht bedeutet oftmals nicht zwangsweise Gerechtigkeit. Bild: Fotolia/ showcake

Geht es um die Vergewaltigung von Kindern, kennen viele Menschen kein Pardon. In den Augen vieler Menschen kann die Strafe für eine Schandtat wie diese nicht hoch genug sein. Gelangt ein solcher Fall an die Öffentlichkeit, werden oftmals Rufe nach der Todesstrafe laut. Doch die ist nicht in allen Ländern der Welt erlaubt. Für einen wütenden Mob in Südafrika Grund genug, das Gesetz selbst in die Hand zu nehmen. Ein Mann wurde dort zu Tode gesteinigt, weil er ein sechsjähriges Mädchen vergewaltigt haben soll. Der Mob soll den Sex-Täter auf frischer Tat ertappt und direkt gesteinigt haben.

17-Jährige mit Erlaubnis vergewaltigt

Um Vergewaltigung ging es auch in einem zweiten Fall, der 2017 für Schlagzeilen sorgte. Ereignet hatte sich der Vorfall in Pakistan. Dorfräte agieren dort eigenmächtig und bestrafen besonders Mädchen und Frauen hart. Eine 17-Jährige wurde im Juli brutal vergewaltigt, weil ihr Bruder einem anderen Mädchen das Gleiche angetan hatte. Einen Prozess vor Gericht gab es hingegen nicht. Lediglich die Entscheidung des Dorfrates, wie dieses Vergehen zu bestrafen sei.

Frau schneidet Peiniger Penis ab

Eine junge Inderin hingegen hat sich selbst an ihrem Peiniger gerächt. Die 23-Jährige wurde acht Jahre lang sexuell missbraucht. Ein 54 Jahre alter Hindu-Guru hatte sich immer wieder an ihr vergangen. Im Mai diesen Jahres wehrte sich das Opfer schließlich. Als der selbsternannte Prediger im Mai erneut in das Haus der Familie gekommen war, um Gebetszeremonien für den gelähmten Vater durchzuführen, schnitt ihm die 23-Jährige mit einem Messer den Penis ab.

Ärzten versuchten vergeblich, das Glied wieder anzunähen. Den Beamten erklärte er damals, er habe sich selbst kastriert. Fraurechtlerinnen und Politiker lobten den Mut der jungen Frau, sich zur Wehr zu setzen.

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fka/loc/news.de

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