Hannover: Lehrer soll Schulklasse zu Hitlergruß aufgefordert haben

Die Vorwürfe sind ungeheuerlich! Ein Lehrer aus Hannover soll seine Schüler aufgefordert haben, sich per Hitlergruß im Unterricht zu melden. Zudem habe er Ausländer beschimpft. Nun ermittelt die zuständige Behörde.

Adolf Hitler (l) wird bei seiner Ankunft auf dem vierten Parteitag der NSDAP 1929 in Nürnberg mit dem Hitlergruß empfangen. Bild: dpa

Ein Lehrer soll in Hannover einem Zeitungsbericht zufolge Berufsschüler aufgefordert haben, sich mit dem Hitlergruß zu melden. Zudem soll er Migranten wiederholt beleidigt haben. Schüler der Berufsschule BBS 3 in Hannover haben diese massiven Vorwürfe gegen den Pädagogen erhoben. Nach dem Bericht der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" (Freitag) soll der Lehrer Ausländer und Minderheiten beschimpft haben. "Wir nehmen die Vorwürfe sehr ernst", sagte die Sprecherin der Landesschulbehörde, Bianca Schöneich, der Deutschen Presse-Agentur. "Bisher haben wir keine Anhaltspunkte, dass sie sich bewahrheiten."

Ausbilder der Schüler meldeten die Missstände

In der betroffenen Schule werden Azubis der Baubranche unterrichtet. Dem Zeitungsbericht zufolge sollen Ausbilder der Schüler aus den Fachbetrieben den Abteilungsleiter der BBS 3 auf die Missstände hingewiesen haben. Dort seien sie abgebügelt worden. Der beschuldigte Lehrer ist ein Quereinsteiger, seine Fächer wurden aus Datenschutzgründen nicht genannt.

Vorwurf Hitlergruß-Zwang! Lehrer drohen beamten- bzw. arbeitsrechtliche Maßnahmen

Der Schulleiter habe am Freitag sowohl mit dem beschuldigten Lehrer als auch mit dem Abteilungsleiter gesprochen, sagte Schöneich. Noch am Freitag wollte die Behörde Gespräche mit den Schülern führen, auch die Ausbildungsbetriebe und die Region Hannover als Schulträger sollen gehört werden. Sollten sich die Vorwürfe bewahrheiten, würden beamten- beziehungsweise arbeitsrechtliche Maßnahmen eingeleitet, sagte die Sprecherin.

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gea/news.de/dpa

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