20.10.2017, 14.31 Uhr

3 Leichen in Tiefgarage in Eislingen: Blutiger Todeskampf bei FDP-Politikerin

In einem Auto in Eislingen liegen drei Tote. Die Ermittler sprechen von massiver Gewalt. Die Hintergründe sind noch ungeklärt. Nun müssen die Polizisten die Puzzleteile zusammensetzen.

In einem Auto in Eislingen liegen drei Tote. Bild: dpa

Nach dem Fund von drei Leichen in einer Tiefgarage in Eislingen (Baden-Württemberg) versucht die Polizei, die Hintergründe zu klären. Ob die Toten am Freitag auch schon obduziert werden, stand zunächst nicht fest. Ersten Erkenntnissen zufolge handelt es sich um eine Beziehungstat. Wodurch die 56-jährige Frau und ihr gleichaltriger Mann sowie ein 26-Jähriger starben, sagten die Ermittler am Donnerstag nicht. Allerdings sei massiv Gewalt ausgeübt worden.

Wie die "Bild"-Zeitung spekuliert, sei der 26-Jährige der Liebhaber der Frau gewesen, der verlassene Ehemann habe die Bluttat begangen. Wie die "Südwestpresse" schreibt, habe der 56-Jährige seine Frau seit mehreren Monaten verfolgt und bedroht. Es soll zudem ein "Kontakt- und Annäherungsverbot" bestanden haben.

3 Leichen in Eislinger Tiefgarage erfunden

Die drei in einer Tiegarage entdeckten Toten starben offenbar durch Schüsse, wie die "Bild" erfahren haben will. Nun muss der Tathergang eindeutig geklärt werden, ob aller drei durch Fremdeinwirkung zu Tode kamen oder aber, ob der Ehemann erst seine Frau und ihren mutmaßlichen Liebhaber erschoss und sich danach selber umbrachte.

Auch will die "Bild" Informationen erhalten haben, dass vom Ehemann Abschiedsbriefe sowohl im PKW als auch in seiner Wohnung gefunden wurden. Nach den neuesten Erkenntnissen war es eine blutige Tat. Der Ehemann der Angeklagten soll wahrscheinlich auf dem Rücksitz der Fahrzeuges gessesen haben und seiner Ehefrau und ihrem jungen Freund die Kehlen durchgeschnitten haben.

FDP-Politiker trauert um Mitarbeiterin

Der FDP-Kandidat Hans-Peter Semmler erfuhr nach Informationen des "Focus" im Urlaub von der Bluttat. Er äußerte sich tief bestürzt über den Verlust seiner Wahlkampfmanagerin. Als ihr Chef wusste er seit einigen Monaten von den Eheproblemen seiner Mitarbeiterin. Nach seiner Aussage hatt er den Eindruck, dass sie langsam wieder ins Leben zurückgefunden hatte auch mit Hilfe ihres neuen Freundes.

Tote von Eislingen: War es ein erweiterter Suizid?

Geprüft wird, ob der Fall ein sogenannter erweiterter Suizid ist. Davon spricht man, wenn ein Mensch sich töten will, zuvor aber auch andere umbringt. Die Leichen waren am Donnerstagmittag von Benutzern der Tiefgarage gefunden worden.

Bei der Frau soll es sich laut "Bild"-Zeitung um dieKreisschatzmeisterin der FDP Göppingen, gehandelt haben. Sie soll auch alsWahlkampfmanagerin von FDP-Bundestagskandidat Hans-Peter Semmler (31) gearbeitet haben, der in der "Bild" bereits Stellung zum tragischen Tod der Frau nahm.

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rut/news.de/dpa

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