19.10.2017, 12.28 Uhr

Urteil in Bonn: Vergewaltigung einer Camperin - Eric X. zu 11,5 Jahren Haft verurteilt

Ein junges Paar wird beim Zelten überfallen, die Frau vergewaltigt. Der Fall erregt bundesweit Aufsehen - und das Verhalten des Angeklagten im Prozess sorgt für Empörung. Nun ist das Urteil gefallen.

Der news.de-Nachrichtenüberblick Bild: Istockphoto

Für die Vergewaltigung einer Camperin in Troisdorf bei Bonn ist der 31-jährige Eric X. zu einer Haftstrafe von elf Jahren und sechs Monaten verurteilt worden. Das Bonner Landgericht sah es am Donnerstag als erwiesen an, dass der Angeklagte im April in der Siegaue ein junges Paar aus Baden-Württemberg beim Zelten überfallen hatte. Er bedrohte seine Opfer mit einer Astsäge und vergewaltigte die 23 Jahre alte Frau. Die Tat hatte überregional für Aufsehen gesorgt.

Urteil in Bonn gefallen: 11, 5 Jahre Haft für Camping-Vergewaltiger

Laut Anklage hatte der Mann nachts plötzlich das Zelt des aus Baden-Württemberg stammenden Paares in Troisdorf mit einer Astsäge aufgeschlitzt. Er habe eine Lautsprecherbox und sechs Euro gestohlen und die 23-Jährige gezwungen, das Zelt zu verlassen. Dann soll er über die Studentin hergefallen sein. Die Staatsanwaltschaft sieht den Angeklagten durch DNA-Spuren überführt. Ein psychiatrisches Gutachten stuft ihn als schuldfähig ein.

Eine Kripobeamtin, die das Opfer vernommen hatte, schilderte im Prozess, dass die 23-Jährige geistesgegenwärtig reagiert habe. Demnach leistete die Frau bei der Tat keinen Widerstand und beschwor ihren Freund beim Verlassen des Zeltes, sein Schweizer Messer stecken zu lassen und die Polizei zu rufen. Während der Aussage der Opfer im Prozess hatte das Gericht die Öffentlichkeit ausgeschlossen.

Vergewaltigung einer Camperin: Eric X. bestreitet die Tat

Der Angeklagte,ein abgelehnter Asylbewerber aus Ghana, hatte die Tat bis zuletzt bestritten. Sein Verteidiger verzichtete in seinem Plädoyer auf einen konkreten Strafantrag. Im Prozess war der 31-Jährige mehrfach durch aufbrausendes Verhalten negativ aufgefallen. Unter anderem hatte er das Opfer am ersten Verhandlungstag als Prostituierte bezeichnet.

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sba/news.de/dpa

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