Kinderhandel via Smartphone: Mehr als 100 Babys bei WhatsApp zum Verkauf angeboten

Die Polizei in Indien hat einen Kinderhändlerring auffliegen lassen. Offenbar versuchte die 29-jährige Julia Fernandes, neugeborene Babys bei WhatsApp an Meistbietende zu verkaufen. Erst ein anonymer Hinweis enthüllte das ganze Ausmaß des Babyhandels.

In Indien soll eine Frau Babys per WhatsApp zum Verkauf angeboten haben (Symbolfoto). Bild: Fotolia / kichigin19

Kinderlose Paare sehen in einer Adoption oft die einzige Chance, Eltern zu werden. Eine 29 Jahre alte Frau aus Indien scheint sich den Kinderwunsch verzweifeltes Paare schamlos zunutze gemacht zu haben. Wie die britische "Sun" berichtet, soll Julia Fernandes aus Mumbai in Indien tatsächlich neugeborene Babys zum Verkauf angeboten und die Baby-Auktionen über WhatsApp zugänglich gemacht haben.

Mehr als 100 Babys bei WhatsApp zum Verkauf angeboten

Mehr als 100 Kleinkinder soll die Frau in einer Art Kartei auf ihrem Smartphone zum Verkauf gesammelt haben. Nachdem ein anonymer Hinweis auf den illegalen Babyhandel bei der Polizei eingegangen war, stürmten Beamte die Wohnung der 29-Jährigen und beschlagnahmten das Mobiltelefon der Frau. Nachdem IT-Spezialisten das Gerät geknackt hatten, wurde das Ausmaß des Kinderhandels offenbar.

Babyhändlerring in Indien gesprengt - Neugeborene wurden per WhatsApp versteigert

Jetzt ist es an den Ermittlern herauszufinden, welche Personen in den Handel mit Babys involviert waren. Der "Sun" zufolge werden aktuell Verbindungsdaten ausgewertet, die die WhatsApp-Kontakte zwischen Julia Fernandes und ihren "Kunden" belegen. Darüber hinaus fahndet die Polizei fieberhaft nach Personen, die bereits Babys von Julia Fernandes gekauft haben, um die Kinder zu ihren rechtmäßigen Eltern zurückzubringen.

So wurden kinderlose Paare zum Babykauf bei WhatsApp animiert

Im Polizeiverhör soll Julia Fernandes bereits gestanden haben, als Vermittlerin der Babys agiert zu haben. Allerdings sei sie lediglich von einer kriminellen Menschenhändlerbande geleitet worden, so die 29-Jährige weiter. Ihre Aufgabe sei es demnach gewesen, über den Messengerdienst WhatsApp Patienten von Kinderwunschkliniken ausfindig zu machen und den kinderlosen Paaren die Babys zum Verkauf anzubieten.

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loc/koj/news.de

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