25.09.2017, 12.39 Uhr

Gerwald Claus-Brunner: Neue Details! So tötete der "Killer-Pirat" sein Opfer

Am 15. September 2016 tötete der Piraten-Politiker Gerwald Claus-Brunner einen Bekannten und nahm sich anschließend das Leben. Nun sind neue, grausame Details über den Mord bekannt geworden. So tötete er sein Opfer.

Der Piraten-Politiker Gerwald Claus-Brunner soll einen Bekannten umgebracht und sich anschließend selbst getötet haben. Bild: Britta Pedersen/dpa

Es war ein Mord, der nicht nur Freunde und Parteikollegen, sondern ganz Deutschland erschütterte. Wegen einer angeblich verschmähten Liebe soll Gerwald Claus-Brunner, Politiker bei der Piratenpartei, einen Bekannten ermordet und sich selbst getötet haben. In seinem Buch "Die Zeichen des Todes" schildert der Berliner Rechtsmediziner Prof. Dr. Michael Tsokos jetzt die letzten Stunden des Opfers.

Gerwald Claus-Brunner: Piraten-Politiker tötete nach verschmähter Liebe

Rückblick: Gerwald Claus-Brunner beschäftigte sein Opfer zunächst als Mitarbeiter in seinem Wahlbüro der Piratenpartei. Schon früh soll er sich dabei zu dem 29-Jährigen hingezogen gefühlt haben – Der erwiderte seine Avancen jedoch nicht. In der Folge begann er damit, seinen Bekannten zu stalken. Als auch das nichts brachte, entschied Claus-Brunner, ihn zu töten.

Gerwald Claus-Brunner fuhr Opfer mit Sackkarre durch die Gegend

Am Abend des 15. September 2017 soll Claus-Brunner in die Wohnung seines Opfers gefahren sein und ihn im Anschluss ermordet haben. Danach schaffte der Piraten-Politiker die Leiche mit einer Sackkarre in seine eigene Wohnung, später beginn er Selbstmord. Erst durch einen Abschiedsbrief wurde die Öffentlichkeit auf den Fall aufmerksam.

So starb das Opfer von Gerwald Claus-Brunner

In seinem neuen Buch "Die Zeichen des Todes" berichtet der Rechtsmediziner Prof. Dr. Michael Tsokos jetzt von den letzten Stunden des Opfers und seines Mörders. "Der 128 Kilogramm schwere und 2,03 Meter große Claus-Brunner hat auf dem Brustkorb seines 59 Kilogramm schweren und 1,74 Meter großen Opfers gekniet, während er ihm den Hals zudrückte", zitiert die "Bild" vorab aus dem Buch.

Das Opfer wurde unbekleidet im Wohnzimmer gefunden, Claus-Brunner beging - ebenfalls nackt - in einem Nebenraum Selbstmord. Generell sei die Wohnung stark verdreckt und voller Sexspielzeuge gewesen sein, die sich der Piraten-Politiker zuvor noch im Internet bestellt haben soll.

Hätte der Killer-Pirat Gerwald Claus-Brunner gestoppt werden können?

Doch wie konnte es überhaupt so weit kommen? Laut Dietwald Claus, dem Bruder des Piraten-Politikers, hätte Gerwald Claus-Brunner gestoppt werden können. Schon als Kind sei er gewalttätig gewesen und hätte unter anderem Tiere gequält, berichtete er in einem Interview mit dem "stern". Zudem sei er unehrenhaft aus der Bundeswehr entlassen worden, nachdem er einen Vorgesetzten geschlagen haben soll, der seine Liebe nicht erwidert hätte. Bereits bei seiner letzten Plenarrede am 23. Juni 2016 hatte er sich an die Abgeordneten gewandt und einen möglichen Selbstmord angedeutet.

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jat/koj/news.de

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