Wetter September 2017 aktuell: Unwetterwarnung! Schon 3 Tote durch Orkantief "Sebastian"

Der Herbst beginnt stürmisch! Mit Windgeschwindigkeiten bis zu 140 km/h hält der erste Herbst-Orkan Deutschland in Atem. Dauerregen und kühle Temperaturen runden das ungemütliche Wetter die nächsten Tage ab. Erst zum Wochenende hin wird es sich bessern.

Stürmische Tage kommen auf die Küstenbewohner zu. Bild: dpa

Der erste große Herbststurm dieses Jahres wirbelt den Norden durcheinander. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte am Mittwoch vor Orkanböen und einer Sturmflut. Schleswig-Holsteins Feuerwehren erklärten, sie seien auf Orkantief "Sebastian" vorbereitet. Der Höhepunkt wurde für den Nachmittag erwartet. Zuvor traf der Sturm bereits die Niederlande. Am Amsterdamer Flughafen Schiphol kam es zu starken Behinderungen. Auch in Deutschland kam es zu ersten Störungen, etwa im Bahn- und Fährverkehr.

Unwetterwarnung aktuell: Orkanböen an der Küste und in den Bergen erwartet

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor Orkanböen an der Nordseeküste Schleswig-Holsteins. Herbststurm Sebastian beherrscht die Wetterlage in Deutschland. Am Mittwoch werden Windgeschwindigkeiten von 120 Stundenkilometer oder mehr erwartet, wie der Wetterdienst mitteilte. Der erste und recht frühe Herbststurm werde "recht kräftig", besonders windig werde es in den Nachmittagsstunden, sagte ein Meteorologe am Morgen.Bäume drohten umzufallen, da die Böden noch nass seien. Der Sturm könne sie so leicht entwurzeln, erklärte der Experte.

Der Wetterdienst hat eine Unwetterwarnung für Bremen, Hamburg und für nordseenahe Regionen in Schleswig-Holstein und Niedersachsen herausgegeben.

Passend dazu: Sturm-Chaos! Hier wird es in Deutschland ordentlich windig.

Wetter im September 2017 wird stürmisch und kalt

Auch auf Berggipfeln sind laut Wetterdienst Orkanböen mit einer Geschwindigkeit von mehr als 140 Stundenkilometern zu erwarten. Landeinwärts könne es orkanartige Böen und schwere Sturmböen geben, hatte der Wetterdienst am Dienstag mitgeteilt. Am wenigsten stürmisch wird es laut Vorhersage im Süden des Landes. Hier sollen die Temperaturen sogar noch einmal an der 20-Grad-Marke kratzen. Schon heute kommt das kalte Atlantiktief und bringt uns Dauerregen und Sturm. Erst ab Freitag beruhigt sich das Wetter wieder.

Wetter September 2017 aktuell: Wettervorhersage für das Wochenende 16. und 17. September 2017

Im ganzen Land kann es weiterhin zu Gewittern kommen. Eine aktuelle Unwetterwarnung für die Tage liegt bisher nicht vor. In einzelnen Gebieten kann es sogar aufklaren. Meist jedoch erwartet uns ein grau-trübes Herbstwetter. Auch für die Temperaturen ist bislang kaum Besserung in Sicht. Ein warmer Spätsommer lässt also weiter auf sich warten. Erst für Ende September lässt "wetter.de" leichte Hoffnungen für wärmeres Wetter im September aufkeimen. Bis dahin müssen wir uns gedulden.

Hochwasser-Gefahr an der Nordseeküste

Nach Angaben des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie sollten im Elbegebiet und an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste das Abend-Hochwasser beziehungsweise das Nacht-Hochwasser eineinhalb bis zwei Meter höher sein als das mittlere Hochwasser. Der Wetterdienst erwartete bis zu sieben Meter hohe Wellen in der Deutschen Bucht.

Der Sturm brachte bereits die Fahrpläne der Fähren durcheinander. Die Schiffe zwischen dem Festland und den Inseln und Halligen im Wattenmeer fuhren zum Teil nicht, teilte die Wyker Dampfschiffs-Reederei auf ihrer Homepage mit. Auch Deutschlands Hochseeinsel Helgoland war per Schiff am Mittwoch nicht erreichbar. Die Fähren von Büsum, Cuxhaven und Bremerhaven fuhren wegen des Wetters nicht, teilte die Reederei Cassen Eils mit. Auch der Hochgeschwindigkeits-Katamarans "Halunder Jet" stellte die Verbindung von Hamburg nach Helgoland ein. Der Autozug "Sylt Shuttle" nahm wegen des Sturms keine Campingwagen, Pkw mit Anhänger, Lastwagen mit leeren Anhängern sowie Gefahrgut-Transporte mit.

Bundesamt warnt vor Sturmflut

In den Abendstunden ist in der Elbmündung, in Hamburg und an der Nordfriesischen Küste eine Sturmflut mit Wasserständen zwischen 1,50 und 2 Metern über dem mittleren Hochwasser zu erwarten. Es ist sei die erste Sturmflut in diesem Herbst, teilte das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) am Mittwoch in Hamburg mit.

Eine Sturmflut kurz nach Beginn des meteorologischen Herbstes (1. September) sei für die Nordsee nicht ungewöhnlich. Die Geografie der Küste sowie der Trichtereffekt von Deutscher Bucht und Elbmündung begünstigten bei westlichen Winden das Auftreten von Sturmfluten. Das Abendhochwasser in Hamburg könnte nach ersten Prognosen des BSH zu leichten Überschwemmungen auf dem Hamburger Fischmarkt führen, die gegen 22 Uhr zu erwarten wären.

Bislang 3 Tote durch Orkantief "Sebastian"

Zu dem tödlichen Unfall in Hamburg kam es, als ein umgestürztes Baugerüst einen Passanten in der Innenstadt unter sich begrub. Nach Angaben eines Feuerwehrsprechers hatte sich das Gerüst vermutlich in Folge starker Böen vom Dach eines siebengeschossigen Bürogebäudes gelöst. In der Elbe in Hamburg kam außerdem ein Rollstuhlfahrer ums Leben. Warum der Mann ins Wasser geriet, war zunächst unklar. "Der Sachverhalt wird untersucht. Ein Suizid ist ausdrücklich nicht ausgeschlossen", sagte ein Polizeisprecher.

Das Todesopfer im Hochsauerlandkreis war ein 53-jähriger Mann, der am frühen Mittwochnachmittag bei Brilon Vermessungsarbeiten an einem Wald vornahm. Der starke Wind entwurzelte in seiner unmittelbaren Nähe eine etwa 20 Meter hohe Fichte, die auf ihn fiel, wie die Polizei mitteilte. Der Bauleiter fand den Mann und alarmierte den Rettungsdienst. Die Bergung gestaltete sich wegen des starken Windes sehr schwierig.

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koj/kns/news.de/dpa

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