Terror-Attentate in Barcelona als News-Ticker: Europaweite Fahndung nach Younes Abouyaaquoub ++ Alle Opfer identifiziert ++ 15 Tote bestätigt

Ein Lieferwagen rast in der katalanischen Metropole Barcelona in eine Menschenmenge, viele sterben. Wenig später erschießt die Polizei fünf mutmaßliche Terroristen 100 Kilometer weiter südlich. Alle Infos hier im News-Ticker!

Ein Kleintransporter ist in eine Menschenmenge auf einer beliebten Flaniermeile in Barcelona gerast. Bild: dpa

Ein weißer Lieferwagen rast auf der Flaniermeile Las Ramblas mitten in Barcelona in Gruppen von Passanten. Es gibt Tote und Verletzte, der Täter lässt den Wagen stehen und flüchtet zu Fuß. In einem Badeort südlich der katalanischen Metropole vereitelt die Polizei eine weitere Attacke.

  • Terror in Spanien: Islamistischer Anschlag mit einem Lieferwagen in Barcelona mit mindestens 13 Toten
  • In der Stadt Cambrils erschossen Einsatzkräfte in der Nacht zu Freitag fünf mutmaßliche Terroristen
  • Auswärtiges Amt bestätigt 13 deutsche Verletzte - 2 in Lebensgefahr
  • Mutmaßlicher Attentäter offenbar tot

Alle News hier im News-Ticker!

Montag, 21. August 2017, 15.08 Uhr:Polizei bittet Bürger bei Suche nach Attentäter um Mithilfe

 

Nach den Terroranschlägen mit mindestens 15 Toten in Katalonien haben die Sicherheitsbehörden der spanischen Region bei der Suche nach dem flüchtigen Attentäter Younes Abouyaaquoub um Mithilfe gebeten. Die Regionalpolizei veröffentlichte am Montag unter anderem auf Twitter Fahndungsbilder des 22-jährigen Marokkaners.

Der junge Mann habe kurzes Haar und sei etwa 1,80 Meter groß, heißt es unter anderem. Nach Erkenntnissen der Behörden war Abouyaaquoub der Mann, der am vorigen Donnerstag auf Barcelonas Touristenmeile Las Ramblas mit einem Lieferwagen gezielt Passanten überfuhr und dabei mindestens 13 Menschen tötete. Mehr als hundert Menschen, darunter nach Angaben des Auswärtigen Amtes 13 Deutsche, wurden dabei verletzt.

Rund 50 Verletzte wurden am Montag noch in Krankenhäusern behandelt. Neun von ihnen befanden sich nach Angaben des katalanischen Innenministeriums noch in "kritischem Zustand".

Auf der Flucht habe Abouyaaquoub später auf dem Unigelände in Barcelona auch einen 34-jährigen Spanier erstochen, um an den Wagen des Mannes zu gelangen, so die Behörden.

Montag, 21. August 2017, 14.25 Uhr: Alle Todesopfer von Spanien identifiziert - keine deutschen Opfer

Nach dem Anschlag von Barcelona sind alle 15 Todesopfer identifiziert. Darunter sind keine Deutschen. Unter den Toten seien sechs Spanier, drei Italiener, zwei Portugiesen, eine Belgierin, ein US-Amerikaner, ein Kanadier und ein Kind mit australisch-britischer Nationalität, erklärte das katalanische Justizministerium am Montag. Sieben Frauen und acht Männer wurden bei dem Anschlag in Barcelona und bei dem späteren Terroreinsatz in Cambrils vergangene Woche getötet, zwei sind Kinder.

Montag, 21. August 2017, 14.15 Uhr: Wer sind die mutmaßlichen Täter der Terrorattentate von Spanien?

Bei den Ermittlungen nach dem Terrorangriff in Barcelona und der vereitelten Attacke in Cambrils konzentriert sich die Fahndung auf einen 22-jährigen Marokkaner.

Wie viele Mitglieder hatte die Zelle? Die Polizei geht nach eigenen Angaben von einer zwölfköpfigen Zelle aus. Fünf der mutmaßlichen Attentäter seien bei dem Anti-Terror-Einsatz in Cambrils getötet worden. Vier wurden demnach verhaftet, drei weitere identifiziert. Zwei von ihnen starben mit großer Wahrscheinlichkeit bei der Explosion in Alcanar, wie Kataloniens Polizeichef Josep Lluis Trapero am Sonntag sagte.

Nach wem wird gefahndet? Die spanische Polizei fahndet europaweit nach dem 22-jährigen Marokkaner Younes Abouyaaquoub. Er hat nach Ansicht der Polizei das Tatfahrzeug in Barcelona gesteuert. Er stammt aus Ripoll, ein Bruder von ihm wurde in Cambrils von der Polizei getötet.

Warum wurde nach Moussa Oukabir gefahndet? Die Sicherheitskräfte hielten den 17-Jährigen zunächst für den mutmaßlichem Haupttäter. Er soll mit dem Pass seines älteren Bruders den Transporter angemietet haben, mit dem der Terroranschlag in Barcelona verübt wurde. Später teilte die Polizei mit, Oukabir sei als einer der Toten von Cambrils identifiziert worden.

Was passierte in Alcanar? Am Mittwoch kamen bei einer Explosion in dem Wohnhaus in Alcanar südlich von Tarragona wahrscheinlich zwei Verdächtige ums Leben. Die Beamten gehen davon aus, dass die Gruppe dort Sprengstoff lagerte und Anschläge in Barcelona plante.

Welche Rolle spielte der Imam von Ripoll? Die Polizei durchsuchte am Samstag das Haus des Imams Abdelbaki Es Satty in Ripoll und suchte DNA-Spuren. Er könnte sich zum Zeitpunkt der Explosion in dem Haus in Alcanar aufgehalten haben. Er wird verdächtigt, Kopf der Zelle gewesen sein. Die belgischen Behörden bestätigten, dass er sich zeitweise in Belgien aufgehalten hatte. Er war Trapero zufolge aber zuvor nicht durch Terror-Verbindungen aufgefallen.

Montag, 21. August 2017, 13.30 Uhr:Zahl der Todesopfer der Terroranschläge in Spanien auf 15 gestiegen

Die Zahl der Todesopfer der Terroranschläge in der spanischen Region Katalonien ist offiziell auf 15 gestiegen. Es gelte inzwischen als erwiesen, dass der flüchtige Attentäter Younes Abouyaaquoub nach seiner Terrorfahrt am Donnerstag in Barcelona einen 34-jährigen Spanier erstochen habe, sagte der katalanische Innenminister Joaquim Forn am Montag.

Montag, 21. August 2017, 11.00 Uhr: Attentäter von Barcelona alsYounes Abouyaaquoub identifiziert, europaweite Fahndung läuft

Die spanischen Behörden haben den Attentäter von Barcelona identifiziert. Aller Wahrscheinlichkeit nach handle es sich bei dem Fahrer des Tatfahrzeugs um den flüchtigen Younes Abouyaaquoub, sagte der katalanische Innenminister Joaquim Forn dem Sender Catalunya Radio am Montag.

Der 22 Jahre alte Marokkaner soll am Donnerstag auf der Touristenmeile Las Ramblas mit einem Lieferwagen gezielt Passanten überfahren haben. Dabei wurden mindestens 13 Menschen getötet.

Der flüchtige Attentäter von Barcelona wird in ganz Europa gesucht. Es gebe zwar keine Indizien dafür, dass der Fahrer des Lieferwagens die spanische Region Katalonien verlassen habe, sagte der katalanische Innenminister Joaquim Forn dem Sender Catalunya Radio am Montag. Man werde sich aber mit den europäischen Polizeieinheiten koordinieren, "da er (der Attentäter) in allen europäischen Ländern gesucht wird", so Forn.

 

Montag, 21. August 2017, 07.30 Uhr: Terror in Spanien: Neue Durchsuchung in Ripoll

Nach dem Terroranschlag in Barcelona und dem vereitelten Anschlag in Cambrils mit mindestens 14 Toten hat die Polizei erneut eine Wohnung in Ripoll durchsucht. In den frühen Morgenstunden hätten katalonische Beamte in der Unterkunft im Stadtteil Sant Pere unter anderem zwei Taschen und einen Karton mit Material sichergestellt, berichteten spanische Medien am Montag.

Augenzeugen sprachen demnach von einem "beachtlichen Polizeieinsatz" mit Beamten in Uniform und Zivil. Die örtliche Polizei habe eine Straße in der Altstadt für den Verkehr gesperrt. Mehrere Quellen bestätigten der Tageszeitung "La Vanguardia", während des Einsatzes sei "großer Lärm" zu hören gewesen.

Die spanischen Behörden fahnden derzeit nach dem 22 Jahre alten Marokkaner Younes Abouyaaquoub, der aus Ripoll stammt. Bisher konnte aber nicht bestätigt werden, dass Abouyaaquoub das Tatfahrzeug gesteuert hat, das am Donnerstag in Barcelona in Passanten gerast war. Erst am Samstag hatte die Polizei in Ripoll das Haus eines Imams durchsucht, der als möglicher Kopf der zerschlagenen Terrorzelle gilt. Er hatte bis Juni in einer Moschee in dem Ort rund 100 Kilometer nördlich von Barcelona gepredigt. Der Geistliche kam möglicherweise bei einer Explosion in Alcanar ums Leben, wo die Terroristen ihre Anschläge vorbereitet haben sollen.

Sonntag, 20. August 2017, 13.00 Uhr: Terrorzelle hatte 120 Gasflaschen für Anschläge

Wie die katalanischen Polizei berichtet, soll die Terrorzelle, die für den Terror von Barcelona verantwortlich ist, 120 Gasflaschen für mögliche weitere Anschläge gehortet haben.

Sonntag, 20. August 2017, 13.00 Uhr: Mutmaßlicher Barcelona-Attentäter war in der Schweiz

Bei den Ermittlungen zum Terroranschlag in Barcelona führt eine Spur auch in die Schweiz. Mindestens einer der Tatverdächtigen sei Ende 2016 in Zürich gewesen, berichtete die Schweizer Bundespolizei am Sonntag. "Das bedeutet nicht, dass der Mann kriminell auffällig oder illegal hier war", sagte Sprecherin Catherine Maret. Bislang lasse sich keine Verbindung zu den Anschlägen in Barcelona ableiten.

Die Erkenntnis, dass er im Land war, könne sich beispielsweise aus registrierten Flugpassagierdaten ergeben, sagte die Sprecherin. Ob ein zweiter Verdächtiger ebenfalls in den vergangenen Monaten in der Schweiz war, werde noch abgeklärt. Schon nach dem Attentat auf den Weihnachtsmarkt in Berlin am 19. Dezember mit elf Toten hatte eine Spur in die Schweiz geführt. Eine Waffe, die Attentäter Anis Amri bei sich hatte, war Anfang der 90er Jahre legal in die Schweiz importiert worden. Eine Verbindung des Attentäters zur Schweiz wurde aber nicht festgestellt.

Sonntag, 20. August 2017, 11.20 Uhr: Katalanische Polizei auf der Spur eines weiteren Verdächtigen

Die katalanische Polizei ist drei Tage nach der Terrorattacke von Barcelona offenbar einem weiteren Verdächtigen auf der Spur. "Wir sind sehr nah an einer Person dran, die mit beiden Attentaten in Verbindung steht", erklärten die Sicherheitskräfte am Sonntag auf Twitter mit Blick auf die Todesfahrt von Las Ramblas und den vereitelten Anschlag in der Küstenstadt Cambrils.

Sonntag, 20. August 2017, 9.00 Uhr: Mutter des Hauptverdächtigen ruft Sohn zur Aufgabe auf

Die Mutter des Hauptverdächtigen des Terroranschlags von Barcelona hat ihren Sohn nach einem Medienbericht zur Aufgabe aufgefordert. Younes Abouyaaquoub solle sich der Polizei stellen, zitierte das Nachrichtenportal des katalanischen Rundfunksenders Televisió de Catalunya i Catalunya Ràdio über Twitter die Frau am Samstagabend. Der 22-Jährige Marokkaner soll sich auf der Flucht befinden und möglicherweise nach Frankreich abgesetzt haben.

Während einer Versammlung vor dem Rathaus der Kleinstadt Ripoll rund 100 Kilometer nördlich von Barcelona distanzierten sich die etwa 40 Familienangehörige sowie Bekannte der am Terroranschlag in Barcelona und der vereitelten Attacke in dem Küstenort Cambrils beteiligten mutmaßlichen Terroristen von den Taten. Sie trugen Plakate mit der Aufschrift "Nicht in unserem Namen".

Samstag, 19. August 2017, 14.35 Uhr: Polizei und Regierung uneins über Zerschlagung von Terrorzelle

Nach dem Anschlag in Barcelona halten die katalanische Polizei und die Regionalregierung die Terrorzelle noch nicht für total zerschlagen. Damit widersprachen sie am Samstag der Sicht der Regierung. Er wolle die Aussage der Regierung weder dementieren noch bestätigen, sagte Albert Oliva, ein Sprecher der katalanischen Polizei, vor Journalisten. Die katalanische Polizei leite diese Ermittlungen, gemeinsam mit der spanischen Nationalpolizei und der Zivilgarde. "Wir werden informieren, wann wir die Zelle für als zerschlagen erachten", sagte Oliva.

Dem pflichtete auch der katalanische Innenminister Joaquim Forn bei. Es werde noch nach zwei oder drei Verdächtigen gefahndet, betonte er. Solange dies der Fall sei, könne man nicht von einer zerschlagenen Zelle sprechen.

Samstag, 19. August 2017, 14.35 Uhr: Gesuchtes Auto nach Terroranschlag in Spanien gefunden

Nach der Terrorattacke in Barcelona ist ein gesuchter weißer Renault Kangoo in Spanien gefunden worden. Das berichteten der französische TV-Sender France 2 und der Nachrichtensender Franceinfo am Samstag unter Berufung auf eine Polizeiquelle.

Die französische Polizei habe einen entsprechenden Hinweis von den Kollegen aus Spanien erhalten, hatten Franceinfo und die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtet. Spanischen Medienberichten zufolge wird nach einem 22 Jahre alten Marokkaner gesucht, der in Richtung Frankreich unterwegs sein könnte.

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