Krankmachende Brustimplantate: Brüste-Pfusch! TÜV zahlt hohe Entschädigung für Billig-Silikon

69 Frauen, die sich die billigen Silikion-Implantate der Firma Poly Implant Prothese (PIP) einsetzen ließen, dürfen sich nun über eine Entschädigung für die krankmachenden Brustkissen freuen.

Geschädigte des Brustimplantate-Skandals erhalten Entschädigung. (Symbolbild) Bild: Fotolia / Aarrttuurr

Der jahrelange Rechtsstreit hat für die betroffenen Frauen nun ein Ende. Nach dem Bekanntwerden der minderwertigen Qualität der Brustimplantate, erhalten 20.000 Klägerinnen nun eine Entschädigung von insgesamt 60 Millionen Euro.

Industrie-Silikon in Brustimplantaten

Die Brustimplantate von Poly Implant Prothese hatten keine medizinische Zulassung erhalten, der TÜV Rheinland und TÜV Rheinland France hatten sie denoch zertifiziert. Die französische Firma hat seit 2001 die meisten ihrer Implantate mit einem billigen Industrie-Silikon statt mit dem zugelassenen Gel befüllt. Kamen Kontrolleure, wurde die Produktion vorübergehend umgestellt. Im Frühjahr 2010 flog der Betrug auf.

Entschädigung für betroffene Frauen

Weltweit waren hunderttausende Frauen von den Billigimplantaten betroffen, die nun entfernt werden mussten, da die Silikonkissen zu reißen drohten. Das Handelsgericht in Toulon hatte nun die insolvente Firma, deren Gründer Jean-Claude Mas deswegen vier Jahre in Haft verbringt, zu einer Entschädigung von 3000 Euro für jede betroffene Frau verurteilt. Nach Angaben von "oe24.at" sollen die Gelder bereits ausgezahlt sein.

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Skrupelloser Betrug
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koj/news.de/dpa

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