AlphaBay-Betreiber gestorben: In Saus und Braus! So lebte Alexandre Cazes vor seinem Suizid

Mit der Zerschlagung von AlphaBay ist der bisher größte Schlag gegen das Darknet gelungen. Betreiber Alexandre Cazes kann jedoch nicht mehr zur Rechenschaft gezogen werden. Er ist tot im Gefängnis in Bangkok gefunden worden.

Eins der Anwesen in Bangkok des mutmaßlichen AlphaBay-Betreibers Alexandre Cazes. Bild: dpa

In der vergangenen Woche ist mit AlphaBay die größte Plattform innerhalb des Darknets zerschlagen worden. Der mutmaßliche Betreiber Alexandre Cazes (25) ist im Rahmen der weltweiten Aktion bereits am 5. Juli in Thailand festgenommen worden. Nur eine Woche später fand man ihn erhängt in seiner Gefängniszelle in Bangkok.

AlphaBay-Betreiber Alexandre Cazes ist tot: Es war Selbstmord

Den Behörden zufolge soll er sich das Leben genommen haben. Das Motiv für den Suizid sei noch unklar, sagte Srivorakan. Berichte, wonach sich der Kanadier erhängt habe, um einer Auslieferung in die USA zu entgehen, bestätigte er nicht.

Der 25-Jährige soll die Darknet-Plattform AlphaBay mit rund 400.000 Nutzern betrieben haben. Sie wurde in der vergangenen Woche vom US-Justizministerium geschlossen. Mit AlphaBay sei die größte bisher bekannte Darknet-Vertriebsstruktur ausgehoben worden, sagte US-Justizminister Jeff Sessions. Über AlphaBay sollen etwa Drogen gehandelt worden sein, darunter auch Heroin. Auch Zehntausende falsche Dokumente sollen über AlphaBay zu bekommen gewesen sein. Mehr als 40.000 Anbieter boten ihre illegalen Waren und Dienstleistungen dort feil.

Vermögen von Alexandre Cazes nach Suizid beschlagnahmt

Laut Polizei hatte der Kanadier rund sieben Jahre lang als Programmierer unter falschem Namen mit seiner thailändischen Freundin in dem südostasiatischen Land gelebt. Die US-Behörden warfen ihm unter anderem Drogenhandel, Identitätsbetrug und Geldwäsche vor. Das Millionenvermögen des Darknet-Unternehmers, das auf bis zu 21 Millionen Dollar beziffert wird, haben die thailändischen Behörden inzwischen beschlagnahmt.

Offensichtlich hatte sich der 25-Jährige mit seinem Vermögen einen recht luxuriösen Lebensstil geleistet. "Wir haben bereits seinen Lamborghini, seinen Porsche und sein Haus beschlagnahmt", sagte der stellvertretende Polizeichef Chalermkiat Srivorakan der Deutschen Presse-Agentur am Montag. Der Rest werde folgen. Demnach bestehe ein Großteil des Vermögens des Mannes aus der Internet-Währung Bitcoin.

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kad/sam/news.de/dpa

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