Fischlaster verunglückt
Schleim-Alarm! Highway nach Aal-Desaster gesperrt

Ein ungewöhnlicher Unfall hat aus einem Highway im US-Bundesstaat Oregon eine Schlidderstrecke gemacht: Ein Laster mit mehr als drei Tonnen Schleimaalen an Bord kippte bei einem Bremsmanöver um und entlud die tierische Fracht auf den Asphalt.

Unmengen von Schleimaalen machten nach einem Verkehrsunfall in den USA einen Highway unpassierbar. Bild: Wolfgang Runge / picture alliance / dpa

Aalplaning in Oregon: Eine glitschige Ladung Schleimaale hat einen Highway-Abschnitt bei Depoe Bay im US-Westküstenstaat zeitweise unbefahrbar gemacht. Nachdem Frachtcontainer mit den zappeligen Tieren von einem Lastwagen gestürzt waren, krachten vier Autos in einer Kettenreaktion auf der schmierigen Straße ineinander, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte.

Schleimaale auf der Schnellstraße sorgen für Verkehrschaos

Der Lkw war mit mehr als drei Tonnen Schleimaalen beladen. Zu dem Unglück kam es, weil der Fahrer des Aal-Lasters ein Baustellenschild zu spät sah und nicht mehr rechtzeitig abbremsen konnte. Glücklicherweise sei bei dem Auffahrunfall aber niemand ernstlich verletzt worden, hieß es.

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Tausende Schleimaale machen Straße in den USA unbefahrbar

Die Bilder vom Unfallort erinnern allerdings an einen Horrorfilm. Einer der Unfallwagen war mit einer glibberigen Masse überzogen. Feuerwehrleute spritzten mit großen Wasserschläuchen die wurmförmigen Tiere von der Straße, um diese wieder passierbar zu machen. Immerhin geben die bis zu 60 Zentimeter langen Schleimaale, die auch als Inger bekannt sind und mit den Neunaugen verwandt sind, ein zähes Schleimsekret in großen Mengen ab. Erst nach sieben Stunden war der Highway wieder gefahrlos befahrbar.

Schleimaale sind zwar weltweit mit Ausnahme des Roten Meeres sowie es arktischen und antarktischen Ozeans beheimatet, werden jedoch verstärkt entlang der Küste von Oregon gefangen. Von dort aus geht ein Großteil der Fracht nach Südkorea, wo die Tiere als Delikatesse verspeist werden. Auch in der Lederproduktion ist die Haut der Schleimaale ein gefragter Rohstoff.

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loc/mag/news.de/dpa

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