Auch Kinder unter den Toten: Lebendig verbrannt! 153 Tote nach Tanker-Explosion

Ein Tanklaster stürzt in Pakistan um, Dutzende Anwohner rennen zur Unfallstelle, um auslaufenden Kraftstoff zu sammeln. Dann explodiert das Fahrzeug. Löste ein brennendes Feuerzeug die Katastrophe aus?

Eine Tanklaster-Explosion kostete mindestens 153 Menschen das Leben. Bild: dpa

Die Explosion eines Tanklastzugs hat mindestens 153 Menschen in Pakistan in den Tod gerissen. Bei dem Unglück am Sonntagmorgen starben auch Kinder. Weitere 100 Einwohner der Stadt Bahawalpur in der östlichen Provinz Punjab wurden verletzt, wie die Polizei am Nachmittag (Ortszeit) mitteilte.

153 Tote nach Tanker-Explosion in Pakistan - wegen eine Zigarette

Der Tanklaster sei mit hohem Tempo durch die Stadt gerast und verunglückt, sagte der Polizeibeamte Shafiq Ali. Als Dutzende Anwohner auslaufenden Kraftstoff auffangen wollten, sei die Ladung explodiert. Bilder von der Unfallstelle zeigten eine riesige schwarze Rauchwolke über dem umgekippten Lastwagen. Auch umstehende Autos und Motorräder brannten.Der britische Sender BBC berichtete unter Berufung auf Rettungskräfte, dass ein brennendes Feuerzeug die Explosion ausgelöst haben könnte. Ein Passant habe sich eine Zigarette anzünden wollen, wird ein Helfer zitiert.

Die Sprecherin des Rettungsdienstes in der Provinz, Deeba Shahnaz, erklärte noch am Sonntag, dass 123 Leichen geborgen worden seien. Vier Menschen seien später an ihren Verletzungen gestorben. Manche Opfer seien bis zur Unkenntlichkeit verbrannt gewesen. Ihre Identität solle nun mit Hilfe von DNA-Tests überprüft werden. Mittlerweile ist die Zahl der Toten auf 153 gestiegen.

Tanklaster-Explosion - viele Kinder unter den Verletzten

Mehr als 100 Verletzte würden im Victoria-Krankenhaus von Bahawalpur behandelt. Unter den Toten und Verletzten waren nach Angaben des behandelnden Arztes auch Kinder. Opfer mit besonders starken Brandverletzungen seien in Kliniken in anderen Städten gebracht worden, sagte der Arzt. Sein Krankenhaus könne nicht so viele Menschen auf einmal versorgen.

Pakistans Ministerpräsident Nawaz Sharif sprach den Opfern und ihren Angehörigen sein Beileid aus. Die Verletzten sollten die bestmögliche medizinische Versorgung bekommen. Eine private Reise nach London sagte Sharif wegen des Unglücks ab.

Schlechte Straßen, alte und oft ungepflegte Fahrzeuge und eine nicht den Standards entsprechende Verkehrssicherheit sind die Gründe für eine hohe Zahl an Verkehrsunfällen in Pakistan: Nach Angaben der Regierung sterben pro Jahr mehr als 5000 Menschen auf der Straße.

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mag/news.de/dpa

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