Ohne Begründung
101-Jähriger erhält fristlose Kündigung vom Pflegedienst

Seit einem Jahr wird Richard Vogel von der Johanniter-Unfall-Hilfe gepflegt - bis jetzt. Denn vor Kurzem erhielt der 101-Jährige die fristlose Kündigung. Der Rentner steht nun ohne Betreuer da.

Der Rentner erhielt die Kündigung vom Pflegedienst. Bild: dpa

Es ist ein trauriger Fall, der einmal mehr zeigt, dass es in unserem Sozialstaat einige Probleme gibt. Ein Rentner verliert von heute auf morgen seine/n Pfleger/in, weil der Träger, in diesem Fall die Johanniter-Unfall-Hilfe, ihm fristlos kündigt. Begründet wurde diese Entscheidung laut "Tag24" nicht. Lediglich einen kurzen Fünfzeiler hatten die Verantwortlichen verfasst.

Rentner erhält Kündigung vom Pflegedienst

Für Richard Vogel war die Nachricht ein Schock, wie er dem Nachrichtenportal gesteht. "Ich konnte es gar nicht fassen. Es macht mich so unglücklich." Auch Sohn Ralf versteht die Welt nicht mehr. "Papa konnte zwei Tage kaum ein Wort sagen", so der 66-Jährige gegenüber "Tag24".

Zum 1. Juli werden nun also die Pfleger nicht mehr zu dem 101-Jährigen nach Hause kommen, um das Essen zu bringen und den Senior zu waschen. Dabei war Richard Vogel mit der Johanniter-Unfall-Hilfe so zufrieden. "Sie sind gut zu mir, machen sogar mein Bett, nehmen sich Zeit für Gespräche." Warum nun also die Kündigung?

Johanniter agieren nur noch in Kerngebieten

Die Johanniter begründen die Kündigung wie folgt: "Wir handelten aufgrund der Entwicklung unserer Sozialstation im Leubnitz Treff Dresden. Durch die starke Zunahme von Pflegebedürftigen und somit der eingehenden Anfragen in unseren Kerngebieten haben wir uns primär auf Kunden und Patienten in diesem Gebiet konzentriert. Dies bietet uns die Möglichkeit, unser Personal mit optimalen Tourenplänen ausstatten zu können, um so schneller beim Kunden zu sein."

Insgesamt sechs Senioren gekündigt

Sein Wohnort ist also das Problem für Richard Vogel. Denn der wohnt laut "Tag24" in der Johannstadt, die nun nicht mehr versorgt wird. Neben dem 101-Jährigen wurden fünf weitere Kunden gekündigt, die außerhalb der Kerngebiete wohnen.

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fka/bua/news.de

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