Adolf Hitler: Tonaufnahme aufgetaucht! So klang der Führer wirklich

Jeder kennt die dröhnende Stimme Adolf Hitlers. Doch wie klang der Führer eigentlich, wenn er keine menschenverachtenden Parolen ins Mikro brüllte? Eine Tonaufnahme von 1942 verrät es.

Hitlers normale Stimme klingt völlig anders. Bild: dpa

Adolf Hitler beherrschte die Inszenierung! Seine Reden waren wie Peitschenhiebe. Seine Stimme sollte einschüchtern und die Massen wachrütteln. Mit Schauspielunterricht verstärkte Hitler seine Wirkung. Jedem ist seine Stimme bekannt. Doch wie klang Adolf Hitler wirklich?

Adolf Hitler: Reporter zeichnet normale Stimme des Diktators auf

Wie "vice.com" schreibt, achtete Hitler penibel darauf, dass die Öffentlichkeit niemals seine "normale" Stimme zu Gehör bekam. Doch am 4. Juni 1942 sollte sich dies ändern. Kurzfristig besuchte Hitler den finnischen Oberst Carl Gustaf Emil Mannerheimer zum 75. Geburtstag. Natürlich waren auch finnische Medien zu Gast. Tonmann Thor Damen sollte für den finnischen Rundfunksender Yle die Gratulationsansprache Hitlers aufzeichnen. Dies tat er auch und noch mehr.

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Damen ließ nämlich das Band weiterlaufen und zeichnete so Hitlers Alltagsstimme auf. Das bezahlte er jedoch beinahe mit seinem Tod. Nach 20 Minuten bemerkten Gestapo-Mitglieder, dass Damen Hitler aufzeichnete. Sie drohten ihm: Entweder er lösche das Band oder sie würden ihm die Kehle durchschneiden. Der Tonmann tat so als habe er es zerstört.

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zurück Weiter 1997 verkauften geschäftsfreudige Weinhersteller Rotwein mit der Aufschrift «Führerwein - Schwarzer Tafelwein» im Adria-Badeort Jesolo für 11.000 Lire pro Flasche. (Foto) Foto: picture-alliance / dpa / Andrea Merola Kamera

Historiker lässt Echtheit der Tonaufnahme überprüfen

1993 schrieb der Historiker Bernd Wegner einen Aufsatz über Hitlers Besuch in Finnland. bei seinen Recherchen wurde ihm das Band zugesteckt. Er ließ es vom BKA überprüfen, die dessen Echtheit bestätigten. Über Hitlers Rhetorik schreibt Wegner: "Im Tonfall zwar engagiert, aber keineswegs schneidend, lebhaft im Duktus, aber nicht polternd, dabei sachlich, aber dank ihrer Dialektfärbung nicht ohne Charme." Diese Aufnahmen sind das einzige Zeitzeugnis, in dem Hitler völlig frei spricht.

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