06.05.2017, 13.18 Uhr

Evakuierung in Hannover: Bomben-Alarm! 50.000 Menschen verlassen Häuser

Bomben-Schock in Hannover! Während der Entschärfung müssen 50.000 Anlieger ihre Häuser verlassen. Auch der Bahnverkehr ist beeinträchtigt.

Fünf Weltkriegs-Blindgänger werden auf einem Baugelände in Hannover vermutet. Bild: dpa

In Hannover laufen die Vorbereitungen für eine der größten Evakuierungsaktionen in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg. Wegen eines möglichen Bombenfundes müssen am Sonntag rund 50.000 Menschen ihre Wohnungen und Häuser verlassen. Bereits am Freitag mussten erste Bewohner von Alten- und Pflegeheimen vorübergehend umziehen.

Hannover: Evakuierung nach Bombenfund am Sonntag, 07.05.2017

Die Evakuierung der dicht besiedelten Umgebung soll am Sonntag um 09.00 Uhr beginnen. Voraussichtlich am frühen Nachmittag soll mit dem Bergen und Entschärfen der vermuteten Bomben begonnen werden. Die Aktion kann bis in den Abend dauern.

Eine größere Aktion gab es bisher nur in Augsburg: Dort waren imDezember vergangenen Jahres 54.000 Menschen von einer Bombenentschärfung betroffen gewesen.

Keine Bahnstrecken in Hannover von Bombenräumung betroffen

Der Hauptbahnhof Hannover kann während einer geplanten Bombenentschärfung nun doch von Zügen der Deutschen Bahn angefahren werden. Nach Angaben eines Bahnsprechers und der Stadt Hannover wurde die Bahnstrecke freigegeben, so dass der Hauptbahnhof wieder normal genutzt werden könne. Fahrgäste sollen aber weiterhin auch an den Ersatzhaltestellen ein-, aus- und umsteigen können. Ursprünglich hatten Züge den Hauptbahnhof umfahren sollen, der ein wichtiges Drehkreuz im Fernverkehr ist.

Bombenexperten müssen weniger Blindgänger entschärfen als befürchtet

In dem verdächtigen Gebiet in Hannover müssen weniger Blindgänger entschärft werden als bisher befürchtet. Drei von fünf mögliche Bomben hätten sich als Metallschrott entpuppt, sagte ein Sprecher der Feuerwehr Hannover. Die Kampfmittelexperten hätten die Stellen am Sonntag näher untersuchen können und nun Entwarnung gegeben. Damit gab es zunächst noch zwei verdächtige Stellen, an denen der Kampfmittelbeseitigungsdienst Blindgänger vermutet.

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rut/news.de/dpa

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