01.05.2017, 11.54 Uhr

Madeleine McCann vermisst: Neue Hoffnung für Maddie durch Scotland Yard

Zehn Jahre nach dem Verschwinden des britischen Mädchens Madeleine McCann setzen die Eltern ihre Hoffnungen auf die Ermittlungen von Scotland Yard. Gegen einen ehemaligen portugiesischen Polizisten wollen sie erneut vor Gericht ziehen.

Knapp 10 Jahre nach Maddies Verschwinden gaben ihre Eltern der BBC ein Interview. Bild: Joe Giddens / dpa

Die Eltern des seit 2007 vermissten britischen Mädchens Madeleine McCann leben zehn Jahre nach dem Verschwinden ihrer Tochter eine "neue Normalität".

Kate und Gerry McCann haben Hoffnung nach 10 Jahren noch nicht aufgegeben

Das sagten Kate und Gerry McCann in einem BBC-Interview. An Jahrestagen und Geburtstagen sei es am schwersten, die Ungewissheit über Maddies Schicksal zu ertragen, doch sie hätten inzwischen ein "volles Leben". Die Hoffnung, ihre Tochter lebend zu finden, haben sie nicht aufgegeben.

"Seit Scotland Yard die Ermittlungen aufgenommen hat, ist ein großer Druck von uns gewichen, individuell und als Familie", sagte Kate McCann in dem Interview, das am Sonntag veröffentlicht wurde.

Maddies Mutter Kate McCann kauft ihr noch immer Geschenke

"Echte Fortschritte" bei den Ermittlungen der britischen Polizei hätten ihnen wieder Hoffnung gegeben, sagte sie. Scotland Yard hatte zuvor mitgeteilt, es gebe "entscheidende Ermittlungsstränge", die zu einer Lösung des Falls führen könnten. Kate McCann sagte, sie kaufe noch immer Geschenke für ihre Tochter an Weihnachten und zum Geburtstag. "Es gibt keinen Beweis, dass Madeleine tot ist", sagte Gerry McCann.

Berichte der britischen Boulevardzeitung "Daily Express" vom Sonntag, wonach eine Frau im Zentrum der Ermittlungen stehe, wollte Scotland Yard auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur nicht kommentieren. Die Londoner Polizeibehörde ist seit 2011 mit dem Fall befasst.

Suche nach Maddie McCann: Diese Spuren liefen ins Leere

Ein ehemaliger BBC-Reporter, Clarence Mitchell, der zeitweise als Pressesprecher für die McCanns tätig war, berichtete in einem Gastbeitrag in der britischen Zeitung "The Telegraph" von Enttäuschungen in den vergangenen zehn Jahren. Zweimal hätten sich die McCanns beinahe vor dem Ende ihrer Suche gewähnt, schrieb Mitchell am Freitag. Einmal habe ein anonymer Anrufer Hinweise auf einen Bauernhof in Spanien gegeben, an dem Madeleine angeblich festgehalten werde. Eine Durchsuchung habe aber nichts ergeben. Das zweite Mal sei ein blondes, Englisch sprechendes Mädchen in Marokko gesichtet worden, bei dem es sich um Maddie handle. Doch auch dieser Hinweis erwies sich als falsch.

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