"Zwanzig laufen frei herum": Schockierende Studie! So viele Serienkillerinnen sind auf freiem Fuß

Sie morden anders als Männer - und auch aus anderen Gründen: Der Serienmord-Experte Stephan Harbort hat in einer Studie die Fall-Akten und Biografien sämtlicher bekannten Serienmörderinnen der Bundesrepublik untersucht. Das Ergebnis schockiert.

Der Düsseldorfer Kommissar Stephan Harbort geht davon aus, dass in Deutschland mindestens 20 Serienmörderinnen auf freiem Fuß sind (Symbolbild). Bild: der_Chris87/fotolia

Der Mann, den Jennifer über Facebook kennenlernt, wird allmählich ihr Freund. Doch erst nach vielen Monaten vertraut sie ihm ihr dunkles Geheimnis an - und wird kurz darauf als dreifache Kindsmörderin verhaftet. Freund "Roland" war in Wahrheit verdeckter Ermittler des LKA - und überführte eine Serienmörderin, der bis dahin trotz aller Mühen der Mordkommission nichts nachzuweisen war.

"Killerfrauen": Stephan Harbort veröffentlicht Buch über Serienmörderinnen

Jennifer (Name geändert) ist eine der 38 verurteilten Serienmörderinnen der Bundesrepublik, die für insgesamt 145 Morde verantwortlich sind. Stephan Harbort (52), Experte für Serienmorde, hat erstmals die Akten sämtlicher bekannter Serienmörderinnen der Bundesrepublik für eine umfassende kriminologische Studie ausgewertet. Die Ergebnisse stellt der Düsseldorfer Kommissar in einem neuen Buch "Killerfrauen" vor.

Mit vier Serienmörderinnen hat er persönlich im Gefängnis sprechen können. Im Vergleich zu männlichen Serienmördern sei dies ungleich schwerer gewesen: "Frauen schämen sich für die Taten."

Frauen morden anders als Männer

Harborts Fazit: Während es bei männlichen Serienmördern um Habgier, Sex und Macht geht, morden Frauen aus viel pragmatischeren Motiven: Um sich Problemen und Konflikten zu entledigen. Hat sich diese radikale Problemlösungsstrategie einmal bewährt, wird sie bei Bedarf wieder angewendet, wenn das Tabu zu töten erst einmal überwunden ist.

"Ich habe nur einen Fall in der Schweiz entdeckt, wo eine Frau aus Mordlust getötet hat. In Deutschland kenne ich keinen Fall seit dem Zweiten Weltkrieg", sagt Harbort. Serienmörderinnen sind in der Regel verheiratet, unauffällig und nicht vorbestraft.

Serienmörderinnen töten oft aus Verzweiflung

Sie kennen ihre Opfer und haben eine berufliche oder private Beziehung. Entsprechend töten sie im Gegensatz zu Männern in der eigenen Wohnung oder am Arbeitsplatz. "In den meisten Fällen befinden die Täterinnen sich in einer privaten oder beruflichen Sackgasse. Sie glauben, diese Situation nur durch die Tötung des Opfers auflösen zu können", berichtet Harbort.

Die Kriminologin Prof. Britta Bannenberg (Uni Gießen) hält das für plausibel: "Wenn Frauen sich etwa ihres Partners entledigen, dann selten, weil sie die habgierige Witwe sind, sondern weil sie ein Problem loswerden wollen." Etwas anders ist es aus ihrer Sicht bei den Patiententötungen durch Frauen: "Da geht es oft auch um Macht."

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