Aschermittwoch, 01.03.2017: So feiern Sie den Beginn der Fastenzeit

Die Partystimmung ist am Aschermittwoch verflogen. Doch weshalb feiern wir Karneval überhaupt - und welche Bedeutung hat der Aschermittwoch? Die Auflösung gibt's hier.

Am Aschermittwoch beginnt für Gläubige die 40-tägige Fastenzeit. Bild: Achim Scheidemann / picture alliance / dpa

Für Karnevalisten und Frohnaturen ist die Zeit zwischen Weiberfastnacht und Aschermittwoch unbestritten die schönste im ganzen Jahr - eine Karnevalsparty jagt die nächste, in Fastnachtshochburgen wie Köln, Frankfurt, Mainz oder Düsseldorf wird gefeiert, was das Zeug hält. Doch wie heißt es so schön: Aschermittwoch ist alles vorbei und die Faschingskostüme werden für ein Jahr in den dunkelsten Winkel des Kleiderschrank verbannt. Doch weshalb feiern wir eigentlich Karneval - und was hat es mit den Feiertagen Rosenmontag und Aschermittwoch auf sich?

Welche Bedeutung haben Rosenmontag, Faschingsdienstag und Aschermittwoch?

Die Antwort auf die Bedeutung der närrischen Tage mit den Höhepunkten Rosenmontag und Faschingsdienstag liegt wie bei so vielen anderen Feiertagen im Kirchenjahr - immerhin hat die Kirche in den vergangenen Jahrhunderten die heute noch geläufigen Feiertage grundlegend geprägt. Selbst wer nicht zu den gläubigen Kirchgängern gehört und jeden kirchlichen Feiertag aus dem Effeff kennt, dürfte wissen, dass sich an die Faschingszeit und den Aschermittwoch die Fastenzeit anschließt, die bekanntlich 40 Tage dauert und mit dem Osterfest ihr Ende finden. Diese Periode soll der kirchlichen Lehre zufolge an die 40 Tage erinnern, die Jesus in der Wüste verbrachte und dort ein karges Dasein fristete.

Aschermittwoch als Beginn der Fastenzeit: Was steckt hinter den 40 Tagen bis Ostern?

Doch vor den Entbehrungen der Fastenzeit - viele nutzen die 40 Tage vor Ostern, um sich Genussmittel wie Zigaretten, Schokolade oder Alkohol zu verkneifen oder andere geliebte Angewohnheiten aufzugeben - ist es nur legitim, nochmal ordentlich auf den Putz zu hauen und zu feiern, bis die Schwarte kracht. Ausgelassene Rosenmontagsumzüge gehören ebenso dazu wie der Genuss von Kamelle oder Alkohol und farbenfrohe Verkleidungen. Bis einschließlich Faschingsdienstag knallen allerorten die Korken, bevor mit der Fastenzeit die Zeit anbricht, in der Genuss und Völlerei der kirchlichen Lehre zufolge verpönt sind. Viele Menschen streichen beispielsweise Fleisch von ihrem Speiseplan in der Fastenzeit, weshalb sich am Faschingsdienstag die letzte Möglichkeit bietet, noch einmal ordentlich zu schlemmen.

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Von Aschekreuz bis Fasten: Wie feiern Christen den Aschermittwoch?

Am Aschermittwoch kehrt sich das fröhliche Fastnachtstreiben dann ins Gegenteil um. Gläubige Christen gehen an diesem Tag in die Kirche und bekommen ein Aschekreuz gespendet, das traditionell aus verbrannten Palmzweigen gewonnen wird. Das Aschekreuz steht symbolisch für die Buße, die mit der Fastenzeit einhergeht. Kurzum: Der Aschermittwoch läutet eine 40-tägige Phase ein, die zur inneren Einkehr, Bescheidenheit und Reflektion dienen soll und den Geist in den Vordergrund stellt, während zuvor in der Karnevalszeit die fleischlichen Gelüste im Vordergrund standen.

Ist Aschermittwoch ein Feiertag? So feiert die katholische Kirche den Beginn der Fastenzeit

Besonders in der katholischen Kirche wird der Aschermittwoch heute noch als strenger Fastentag zelebriert. In katholischen geprägten Gegenden ist es üblich, dass die Gläubigen morgens die Messe besuchen und das Aschekreuz empfangen - doch auch in anderen Regionen haben Katholiken die Möglichkeit, von der Arbeit oder von der Schule freigestellt zu werden, um das Sakrament entgegenzunehmen.

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loc/news.de

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