29.01.2017, 09.30 Uhr

Morde in Kufstein und Endingen: Schlug der Serienkiller 2013 schon einmal zu?

Nach den Sexualmorden von Kufstein und Endingen fragt sich die Polizei, welchen Bezug der unbekannte Täter zu den beiden Orten hat. Einen Fernfahrer als Täter halten die Beamten für möglich. Eine neue Spur gibt Hinweise darauf, dass der Killer 2013 schon einmal zugeschlaggen hatte.

Der Serienkiller ist vermutlich ein Fernfahrer. Bild: dpa

Auf der Suche nach dem zweifachen Mörder von Kufstein und Endingen im Kaiserstuhl untersucht die Polizei die Fahrwege zwischen den beiden Orten. Pendler- und Fernfahrerrouten würden eingehend überprüft, sagte ein Polizeisprecher in Freiburg. Dabei bitten die Beamten auch um Hinweise.

Verbindung der zwei Orte einzige Spur zum Serienkiller

Die Verbindung zwischen zwei Orten und Taten sei die wesentliche Spur, die zum Täter führen könne. Der Unbekannte hatte den Ermittlungen zufolge im Januar 2014 im österreichischen Kufstein eine 20 Jahre alte französische Studentin mit einer Eisenstange erschlagen. Im November vergangenen Jahres tötete er im rund 400 Kilometer entfernten Endingen bei Freiburg eine 27 Jahre alte Joggerin. In beiden Fällen wurden die Opfer sexuell missbraucht.

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Darum vermutet die Polizei hinter dem Serienkiller einen Fernfahrer

An den zwei Orten wurden identische DNA-Spuren eines unbekannten Mannes gefunden. In Österreich diente ihm laut Polizei als Tatwaffe eine Eisenstange, die im Lkw-Gewerbe genutzt wird. Gesucht werde daher verstärkt in der Lastwagen- und Speditionsbranche. Daten zur Erfassung der Lkw-Maut auf Autobahnen könnten die Ermittler nicht nutzen. Dies erlaubten die Gesetze nicht, sagte der Sprecher. Bei der Suche nach dem Unbekannten arbeite die Polizei grenzüberschreitend eng zusammen, hieß es weiter.

Belohnung für entscheidende Hinweise

Im Endinger Fall wurde die Tatwaffe bislang nicht gefunden. Die Ermittler gehen nach eigenen Angaben davon aus, dass der Täter auch hier eine Eisenstange nutzte. Für entscheidende Hinweise sind in diesem Fall nach Angaben der Staatsanwaltschaft insgesamt 28 500 Euro Belohnung ausgesetzt.

Einen Zusammenhang zu einem Sexualmord an einer 19 Jahre alten Studentin Mitte Oktober in Freiburg sehen die Ermittler nicht. Verdächtig in diesem Fall ist ein junger Flüchtling aus Afghanistan. Er sitzt seit seiner Festnahme Anfang Dezember in Untersuchungshaft.

Schlug der Serienkiller bereits drei Mal zu?

Allerdings berichtet die "Bild am Sonntag", dass die Behörden momentan überprüfen, ob der Serienkiller möglicherweise bereits ein drittes Mal zugeschlagen hatte und zwar im September 2013. Im hessischen Hanau wurde damals "eine 25-jährige Frau von einem Mann hinterrücks mit einer 1,7 Kilogramm schweren Hantelstange niedergeschlagen worden", so die "Bild".

Das Opfer überlebte den Angriff schwer verletzt. Von dem Täter fehlt bis heute jede Spur, obwohl auch dieser Fall bei "Aktenzeichen XY ungelöst" gezeigt wurde.

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fka/news.de/dpa

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