16.01.2017, 09.11 Uhr

Januar-Wetter 2017 aktuell in Deutschland: Hier sinken die Temperaturen bis minus 20 Grad

Autos rutschen und krachen ineinander, eine Sporthalle stürzt unter der Schneelast zusammen - neben Wintersportspaß bringt das Wochenende auch viele Unfälle. Und es bleibt knackig kalt. Auf dieses Winter-Wetter im Januar 2017 sollten Sie vorbereitet sein.

Hoch Brigitta sorgt für knackige Kälte in Deutschland. Bild: dpa

Neuschnee, überfrierende Nässe und Verkehrschaos: Der Winter zeigt sich von seiner ungemütlichen Seite. Sturmtief "Egon" wird nun von Hoch "Brigitta" abgelöst. Doch schönes Wetter wird es eher nicht geben.

Wetter im Januar 2017 aktuell - Hoch Brigitta bringt Minusgrade

Die neue Woche bleibt erstmal frostig in Deutschland. Nach dem verschneiten Wochenende bestimmt "Brigitta" laut Deutschem Wetterdienst (DWD) das Wetter - das Hoch lässt zunächst nur Minusgrade zu. Für die Südhälfte des Landes bedeutet das Dauerfrost. Die Woche beginnt ohne neue Niederschläge, teils klar. Bei dichter Bewölkung fällt auch am Dienstag kaum Regen oder Schnee. Ab Mittwoch kann es Neuschnee geben, im Norden dann sogar bis zu fünf Grad plus.

Laut Diplom-Meteorologe Dominik Jung von "wetter.net" wird es an den kommenden Tagen bitterkalt. Nachts sollen die Temperaturen in verschneiten Gebieten auf minus 15 Grad sinken - im Alpenvorland sogar auf minus 20 Grad.

Winter-Wetter aktuell in Deutschland - Glätte sorgt für Verkehrschaos

Am Wochenende hatten Glätte und widriges Winterwetter zu vielen Unfällen geführt, unter anderem zu einer Massenkarambolage mit etwa 30 Fahrzeugen auf der A1 in Schleswig-Holstein, bei der am Samstagnachmittag eine 73-Jährige aus Bremen ums Leben kam. In Österreich starb am Sonntag eine 18-Jährige, nachdem ihr Auto in Aigen-Schlägl auf schneeglatter Straße in einer Kurve mit einem anderen Fahrzeug zusammengestoßen war und Feuer fing.

In Tschechien stürzte während eines Floorball-Turniers das Dach einer Sporthalle unter der Schneelast ein. Laut Nachrichtenagentur CTK hielten sich am Samstagabend rund 80 Menschen in der Halle in Ceska Trebova auf. Sie konnten alle rechtzeitig fliehen. Nur zwei Sportler wurden verletzt, einer stürzte, der andere stieß gegen eine Tür.

FOTOS: Autofahren im Winter Sicher unterwegs bei Schnee und Eis
zurück Weiter Sicher unterwegs bei Schnee und Eis (Foto) Foto: Nneirda/Shutterstock.com/spot on news Kamera

Sturmtief "Egon" trifft Kreuzfahrtschiff Aida - 2 Verletzte

Nachdem Sturmtief "Egon" den Liftbetrieb und den Straßenverkehr örtlich lahmgelegt hatte, verbesserten sich die Bedingungen in vielen Wintersportregionen am Wochenende deutlich, etwa im Schwarzwald, Sauerland, Harz, Thüringer Wald oder im Erzgebirge in Sachsen. Loipen wurden neu gespurt und viele Lifte waren in Betrieb.

Wie erst jetzt bekannt wurde, verursachte "Egon" in der Nacht zum Samstag auch Probleme auf dem Kreuzfahrtschiff "Aida Prima" in der Nordsee. "Es gab zwei Passagiere mit Prellungen und einen mit einer Fraktur", teilte eine Aida-Sprecherin am Sonntag mit. Das Schiff sei jedoch stets sicher gewesen. "Bild" zeigte ein Video, in dem zu sehen war, wie auf einem Deck der Pool überlief und Mobiliar verrutschte.

In den deutschen Alpen blieb die Lawinengefahr angesichts starken Schneefalls zunächst angespannt. In Hamburg stieg Berichten zufolge am Sonntag das Risiko für Glatt- und Blitzeis. In Moskau kämpften etwa 10.000 Räumfahrzeuge gegen heftigen Schneefall. Trotz des Einsatzes ereigneten sich auf verschneiten Straßen der russischen Hauptstadt zahlreiche Unfälle.

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bua/sam/news.de

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