10.01.2017, 16.01 Uhr

Winterwetter aktuell im Januar 2017: Tief "Dieter": Es bleibt winterlich und kalt

Am Frankfurter Flughafen kämpft der Räumdienst gegen Schnee und Eis. Auf der Donau treiben Eisschollen. Und der Winter hält Deutschland mit Tief "Dieter" weiter in Atem. Die aktuelle Wetter-Prognose gibt's hier.

Eine Spaziergängerin läuft im Sonnenschein durch die tief verschneite Landschaft bei Scheidegg (Bayern). Bild: dpa

In Deutschland bleibt es auch in den nächsten Tagen stürmisch und winterlich. Am Mittwoch braust das Tief "Dieter" von Island aus auf uns zu und bringt Niederschläge und eine steife Brise. Der Deutsche Wetterdienst rechnet mit Regen und Schnee. An der Küste werden Sturmböen erwartet, im Bergland könne es orkanartige Böen geben.

Tief Caius, Dieter und Egon: durchwachsene Wettervorhersage für die kommenden Tage

Auch in den kommenden Tagen bleibt es nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes winterlich, wechselhaft und feuchtkalt. Die Details sind zwar noch ungewiss, doch auch am Donnerstag und Freitag ist mit Schauern zu rechnen, die mal als Regen, mal als Schnee fallen. Auch Böen, die in den Bergen auf Orkanstärke anwachsen können, prägen die Wetterlage. In der Nacht zu Freitag erwarten die Meteorologen über der Mitte Deutschlands erhebliche Mengen Neuschnee. Bei Temperaturen zwischen minus vier und sechs Grad dürfte es etwas milder als an den vergangenen Tagen sein.

Während es als klar gilt, dass das Tief Caius Wetterkapriolen verursacht, geben die beiden Tiefs Dieter und Egon den Experten noch Rätsel auf. "Eine hochspannende und unwetterträchtige Entwicklung steht ins Haus", sagte Meteorologe Marcus Beyer. Die Details seien dabei noch ungewiss, denn es sei noch unklar, wie das Tief Egon sich entwickeln werde. Daher stoßen die Experten selbst bei der Vorhersage für den nächsten Tag an Grenzen - üblicherweise lassen sich Prognosen für die kommenden vier Tage mit hoher Zuverlässigkeit treffen.

Winter-Wetter 2017 dank Tief Dieter: Flug- und Bahnverkehr eingeschränkt

Schnee und Glätte bremsten auch am Dienstag in mehreren Bundesländern den Verkehr. Am Frankfurter Flughafen waren Enteisungsanlagen und Räumdienst im Dauereinsatz. Nach Angaben einer Bahnsprecherin fuhren die Züge am Vormittag vom Frankfurter Flughafen nur mit einer Geschwindigkeit von 200 Kilometern in der Stunde.

Auf der Schnellstrecke sind Geschwindigkeiten bis 300 Kilometer möglich. Das Tempo sei als Vorsichtsmaßnahme angesichts der Wetterverhältnisse gedrosselt worden, hieß es. Für die Reisenden bedeute dies eine Verspätung von etwa zehn Minuten.

Winter im Januar 2017 legt Schifffahrt in Deutschland und Polen auf Eis

Probleme auch auf dem Wasser: Die Oder ist wegen Eisgangs für die Schifffahrt gesperrt. Es warteten 13 Eisbrecher in Deutschland und Polen auf ihren Einsatz auf dem Grenzfluss, teilte das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Eberswalde am Dienstag mit. Ob und wann es losgehe, werde in den kommenden Tagen entschieden.

Lesen Sie hier: Tipps zu Schneeschaufeln und Streugut.

Auch andere Länder Europas stöhnen aktuell unter Schnee und Eis

TÜRKEI: Nach tagelangem Schneefall stürzte in der türkischen Metropole Istanbul das Dach einer Moschee ein und begrub mehrere Menschen unter sich. Einer sei getötet und mehr als zehn verletzt worden, meldete die Nachrichtenagentur DHA unter Berufung auf offizielle Angaben. Eine Kaltfront hatte am Freitag zu einem Temperatursturz in Istanbul geführt. Es begann, stark zu schneien. In den vergangenen Tagen wurde nach Angaben der Zeitung "Hürriyet" in manchen Bezirken der Millionenmetropole mehr als ein Meter Schnee gemessen. Das Blatt sprach vom stärksten Schneefall in Istanbul seit 30 Jahren - inzwischen taut es.

GRIECHENLAND:Selbst in manchen Regionen Kretas brauchten die Griechen am Dienstag Schneeketten, um voranzukommen. In der Hauptstadt Athen hingegen taute der Schnee im Laufe des Tages. Dafür ging es in der nördlichen Hafenstadt Thessaloniki erst richtig los. Dick eingeschneit sind außerdem weiter die Insel Euböa und die Sporaden-Inseln in der Ostägäis. Dort lagen bis zu zwei Meter Schnee, viele Häuser blieben ohne Strom und Wasser.

BULGARIEN: Bulgarien stellte die Donau-Schifffahrt wegen Eisschollen auf dem gemeinsamen Abschnitt mit Rumänien ein. Der Fluss sei bis zu 70Prozent mit Treibeis bedeckt, teilte die bulgarische Flussaufsicht mit. Das Verbot trat am Dienstagmittag (Ortszeit) in Kraft. Die Maßnahme sei mit Rumänien abgestimmt.Schiffe dürften nur bei Rettungsaktionen ausnahmsweise fahren.

Kuriose Fakten über Schnee
Schneeflöckchen Weißröckchen
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Im bulgarischen Russe sank die Lufttemperatur in der Nacht zum Dienstag auf minus 16,2 Grad. Außerdem machte den Bulgaren viel Schnee zu schaffen. Im Raum Burgas blieben Fahrzeuge in Schneeverwehungen stecken. Die Behörden riefen im mehreren Regionen die zweithöchste Alarmstufe Orange aus. In Sofia und an vielen anderen Orten wurden die Schulferien erneut verlängert: Die Klassenräume konnten nicht ausreichend beheizt werden.

RUMÄNIEN:Auch in Rumänien freuten sich die Schulkinder über eine Verlängerung der Weihnachtsferien - wegen der klirrenden Kälte blieben viele Schulen und Kindergärten geschlossen, im Großraum Bukarest sollten diese Schnee-Ferien sogar diese ganze Woche dauern. Vor allem in Südrumänien drohten in den nächsten Tagen neue Schneestürme. Nachts wurden weiter zweistellige Minusgrade erwartet.

TSCHECHIEN: Am Dienstag beruhigte sich die Lage. Die meisten Straßen waren mit Vorsicht wieder zu befahren. Der nationale Wetterdienst warnte zugleich vor neuen Schneeverwehungen und Glatteis in weiten Teilen des Landes. Es sind gute Zeiten für Wintersportler: Bis Ende der Woche soll in den tschechischen Mittelgebirgen bis zu einem halben Meter Schnee fallen.

FOTOS: Autofahren im Winter Sicher unterwegs bei Schnee und Eis
zurück Weiter Sicher unterwegs bei Schnee und Eis (Foto) Foto: Nneirda/Shutterstock.com/spot on news Kamera

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zij/grm/news.de/dpa

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