08.01.2017, 09.41 Uhr

Winter-Wetter 2017 aktuell: Glatteis-Chaos bringt Deutschland gehörig ins Schlittern

Nach der Sturmflut und eisigen Temperaturen in den vergangenen Tagen zeigt sich der Winter in vielen Teilen Deutschlands erneut mit aller Macht: Vor allem im Norden und Westen ist es spiegelglatt.

Gefrierender Regen hat am Samstagabend die Straßen in weiten Teilen Nordrhein-Westfalens in gefährliche Rutschpisten verwandelt. Bild: dpa

Eisregen hat die Straßen in vielen Teilen Deutschlands am Samstag in spiegelglatte Rutschbahnen verwandelt. Besonders in Nordrhein-Westfalen kam es zu zahlreichen Unfällen. Bei einer Karambolage auf der eisglatten Autobahn 46 bei Iserlohn wurden mindestens sechs Menschen verletzt, darunter mehrere Kinder. Fünf Autos seien an dem Unfall beteiligt gewesen, sagte ein Polizeisprecher.

Winter-Wetter 2017: Eisglätte in Deutschland führt zu zahlreichen Unfällen

Auch auf der A30 in Ostwestfalen krachten zahlreiche Autos ineinander. Bei der Massenkarambolage mit 2 Lastwagen und 14 Autos seien mit viel Glück nur vier Menschen leicht verletzt worden, so die Polizei. Nach einem kleinen Auffahrunfall in der Nähe von Löhne habe es auf der eisigen Fahrbahn eine Kettenreaktion gegeben.

Auch für Niedersachsen rief der Deutsche Wetterdienst die höchste Unwetter-Warnstufe aus. In Hannover wurde der Busverkehr der Verkehrsbetriebe wegen spiegelglatter Straßen eingestellt. Bereits am frühen Abend seien wegen der Witterung keine Busse mehr gefahren, sagte eine Sprecherin der Polizei. Straßenbahnen führen auf einigen Linien mit Einschränkungen, teilten die üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe zudem via Facebook mit.

Glättegefahren auf winterlichen Straßen
Winter-Wetter
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Notrufe und Rettungseinsätze wegen Glatteis - Feuerwehr im Dauereinsatz

Die Feuerwehr der niedersächsischen Landeshauptstadt rückte innerhalb weniger Stunden zu 250 wetterbedingten Einsätzen aus. Zwischen 17.00 und 21.30 Uhr seien insgesamt etwa 550 Notrufe eingegangen, zusätzlich habe es wegen des Glatteises 250 Rettungseinsätze gegeben, teilte die Feuerwehr am späten Abend mit. In den meisten Fällen seien Verletzte mit Knochenbrüchen oder Prellungen in Krankenhäuser gebracht worden.

In Hamburg waren bereits am Mittag zahlreiche Fußgänger ausgerutscht und gestürzt. Die Feuerwehr der Hansestadt teilte am späten Samstagabend mit, dass zwischen 10.00 und 21.00 Uhr 392 wetterbedingte Einsätze angefallen seien. Es sei aber niemand lebensgefährlich verletzt worden.

Lage beruhigt sich:DWD hebt Glatteiswarnung fast überall auf

Nachdem der Deutsche Wetterdienst (DWD) für die Nacht in Teilen von Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hamburg, Hessen, Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz und des Saarlands noch immer vor unwetterartigen Situationen gewarnt hatte, können Fußgänger und Autofahrer mittlerweile aufatmen. Die Glatteisgefahr in Deutschland ist am Sonntag dank milderer Temperaturen gesunken.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hob seine Warnungen am Sonntagvormittag für weite Teile Deutschlands auf. Nur im Saarland und östlichen Rheinland-Pfalz könne es nach gefrierendem Regen am Vormittag noch verbreitet zu Glatteis kommen. In der Mitte Deutschlands sei dies örtlich möglich. "Auch ansonsten muss man natürlich vorsichtig sein, das gilt im Winter immer", sagte DWD-Meteorologe Christoph Hartmann in Offenbach.

In der Nacht sei es mit minus 15 Grad auf dem Großen Arber in Niederbayern am kältesten gewesen, sagte Hartmann. Dank einer Wolkendecke seien die Temperaturen im Vergleich zu den Vortagen angestiegen.

Zum Thema: Kältepeitsche bringt Grippewelle! Drohen auch mehr Erkältungen?

FOTOS: Autofahren im Winter Sicher unterwegs bei Schnee und Eis
zurück Weiter Sicher unterwegs bei Schnee und Eis (Foto) Foto: Nneirda/Shutterstock.com/spot on news Kamera

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zij/news.de/dpa

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