03.01.2017, 10.15 Uhr

Feuerdrama in Apolda: Obdachlosenheim in Flammen - 2 Bewohner tot - Tatverdächtiger gesteht

In einem Heim für Obdachlose in Apolda brach am Montagabend ein schwerer Brand aus. Zwischen verkohlten Balken zwei Leichen. Die Polizei nimmt einen verdächtigen Heimbewohner fest.

Ein Wohnheim für ehemalige Obdachlose steht am Montagabend in Apolda in Brand. Bild: dpa

Nach einem Feuer in einem Wohnheim für sozial Benachteiligte im thüringischen Apolda haben die Ermittler im Brandschutt zwei Leichen entdeckt und einen Mann festgenommen. Gegen den 33 Jahre alten Heimbewohner wurde wegen des Verdachts der Brandstiftung mit Todesfolge ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, wie die Staatsanwaltschaft Erfurt am Dienstag mitteilte. Er stehe im Verdacht, mit Brandbeschleunigern das Feuer in einem Zimmer gelegt zu haben. Die Identität der beiden Opfer war zunächst unklar. Nach dem Brand waren zwei Bewohner vermisst worden.

Zwei Bewohner nach Brand in Wohnheim vermisst

Das Feuer brach am Montagabend in dem Heim aus, in dem ehemals obdachlose Menschen leben. Fünf Bewohner wurden verletzt, eine 23-Jährige wurde mit schweren Verbrennungen per Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Vier Bewohner des Heims erlitten Rauchvergiftungen.

Tatverdächtiger festgenommen - Geständnis

Schnell konnte ein mutmaßlicher Täter festgenommen werden. Der 33-Jährige Tatverdächtige hat inzwischen gestanden, das Feuer gelegt zu haben. Das teilte der Sprecher der Erfurter Staatsanwaltschaft, Hannes Grünseisen, am Mittwoch mit. Zum Tatmotiv gibt es laut Staatsanwaltschaft noch keine verlässlichen Erkenntnisse. Sie will bis spätestens am Mittwoch entscheiden, ob sie einen Haftbefehl gegen den 33-Jährigen beantragt. Am Nachmittag sollte der Verdächtige dem Haftrichter vorgeführt werden.

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Video: Sat.1

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grm/bua/koj/news.de/dpa

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