Neue Gesetze seit 01.01.2017: Gesetzesänderungen aktuell: Das ist ihr Recht seit 01. Januar '17

Geringfügige Steuerentlastungen, ein neues Einstufungssystem für Pflegebedürftige, ein höherer Mindestlohn: 2017 kommen wieder viele Gesetzesänderungen auf Bürger und Firmen zu. Welche neuen Gesetze es ab 01.01.2017 gibt, lesen Sie hier!

Am 01.01.2017 treten zahlreiche neue Gesetze und Regelungen in Kraft. Bild: Fotolia/ Style-Photography

Der Grundfreibetrag steigt um 168 Euro auf 8.820 Euro. Davon profitieren alle Steuerzahler, da der Fiskus erst bei Einkommen über dem Grundfreibetrag Steuern abzieht. So werden 2017 bei einem Ledigen erst ab einem zu versteuernden Einkommen von mehr als 8.820 Euro im Jahr Steuern fällig. Bei Ehepaaren oder eingetragenen Lebenspartnern verdoppelt sich der Betrag auf 17.640 Euro.

Neue Gesetze ab 1. Januar 2017: Kinderfreibetrag, Kindergeld und Kinderzuschlag

Der Kinderfreibetrag von insgesamt 7.248 Euro wird im ersten Schritt um 108 Euro erhöht. Für Eltern bleibt dieser Betrag pro Kind und Jahr ihres Einkommens steuerfrei. Das Kindergeld steigt um monatlich zwei Euro pro Kind. Für die ersten beiden Kinder beträgt es dann monatlich je 192 Euro, für das dritte Kind 198 Euro. Ab Kind Nummer vier gibt es jeweils 223 Euro. Wer wenig verdient, bekommt einen Kinderzuschlag. Er wird Anfang 2017 um 10 Euro auf je 170 je Monat erhöht.

Gesetzesänderungen aktuell ab 01.01.2017 - Neue Eckwerte für Einkommenssteuertarif

Die Eckwerte des Einkommensteuertarifs werden ausgeweitet, so dass einige Steuersätze erst bei höheren Einkommen greifen. Damit wird die Mehrbelastung aus dem Zusammenspiel von Inflation, Gehaltserhöhung und progressiver Besteuerung ausgeglichen und so der Effekt der "kalten Progression" eingedämmt. Der Steuersatz fängt mit 14 Prozent an bei einem zu versteuernden Jahreseinkommen von 8.821 Euro (Ledige/2017) und steigt dann mit dem Einkommen allmählich an bis auf 42 Prozent ab 54.058 Euro.

Unterhaltskosten ab 01. Januar 2017 als außergewöhnliche Belastungen geltend machen

Unterhaltskosten für einen Dritten können als außergewöhnliche Belastungen geltend gemacht werden. Für das Jahr 2017 sind nach Angaben des Steuerzahlerbundes maximal 8.820 Euro abziehbar und damit 168 Euro mehr als für 2016.

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