Rocker-Krieg in Berlin: Hells-Angels-Killer in Bulgarien geschnappt

In Berlin-Kreuzberg erreichte der Rocker-Krieg zwischen den Hells Angels und den 36 Boys seinen vorläufigen Höhepunkt, als der Familienvater Kadir D. mit vier Schüssen am Kottbuser Tor niedergestreckt wurde. Der mutmaßliche Schütze, ein Hells-Angels-Mitglied wurde jetzt in Bulgarien festgenommen.

Das Kottbusser Tor in Berlin ist immer wieder im Mittelpunkt der Kriminalität Bild: Gregor Fischer / picture alliance / dpa

Nach den tödlichen Schüssen auf das ehemalige Mitglied der Straßengang 36 Boys Kadir D. waren die mutmaßlichen Täter drei Monate auf der Flucht. Jetzt wurde einer der beiden in Bulgarien festgenommen.

Täter ließen bei der Flucht ihre Motorräder zurück

Zeugen haben nach dem feigen Attentat die Männer erkannt. Es soll sich bei dem Schützen um Koray A., einem polizeibekannten Mitglied einer Rockerbande und seinem Begleiter Ensar K. handeln. Unmittelbar nach den Schüssen flohen sie in Panik und ließen sogar ihre Motorräder am Tatort zurück. Die Fahndung wurde unmittelbar eingeleitet, doch Koray A. konnte sich offenbar noch in der Nacht ins Ausland absetzen.

FOTOS: Hells Angels und Bandidos Kriminelle Rockerclubs in Deutschland

Mutmaßlicher Täter soll ausgeliefert werden

Nun konnte nach "Bild"-Informationen, ein erster Fahndungserfolg verzeichnet werden. Koray A. wurde in Bulgarien festgenommen. Die Ermittlungsbehörden in Berlin wollen nun ein Rechtshilfeersuchen an Bulgarien stellen und den Verhafteten ausliefern lassen. Die Hintergründe der Schüsse sind noch immer unklar. Vermutlich ging es große Drogengeschäfte in Berlin. Der Tote Kadir D. hatte engen Kontakt zu den Hells Angels.

VIDEO: Wie sich die Hells Angels vom Verbrecherimage lösen wollen

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koj/jat/news.de

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