Dschaber al-Bakr: Chemnitzer Terrorist bestellte Bomben-Bauteile mit Amazon-Gutscheinen

Im Fall des Chemnitzer Terrorverdächtigen Dschaber al-Bakr sind neue Informationen aufgetaucht. Der mutmaßliche Islamist soll sich im Internet Bauteile für einen Sprengsatz bestellt haben – und das ausgerechnet mit Amazon-Gutscheinen.

Nach der gescheiterten Festnahme veröffentlichte die Polizei diese Fahndungsfotos von Dschaber al-Bakr. Bild: Christian Zander/dpa

Bei den Ermittlungen im Fall des Chemnitzer Terrorverdächtigen Dschaber al-Bakr sind die Beamten auf neue Erkenntnisse gestoßen. Der Mann, dessen Festnahme durch die Polizei scheiterte und der erst durch den mutigen Einsatz von drei syrischen Landsmännern geschnappt werden konnte, soll den Bau einer Bombe vorbereitet und die Teile dafür bei Amazon bestellt haben.

Dschaber al-Bakr bestellte Bomben-Bauteile bei Amazon

Laut Informationen des "Focus" soll Dschaber al-Bakr zwischen dem 8. September und dem 7. Oktober 23 Bestellungen bei Amazon aufgegeben haben. Darunter befanden sich unter anderem vier Kilogramm Mineraldünger, mehrere Liter Wasserstoffperoxid sowie Messbecher und Trichter. Zusätzlich soll der Terrorverdächtige einen Hartschalenkoffer bestellt haben, in dem er den Sprengsatz vermutlich deponieren wollte.

Chemnitzer Terrorverdächtiger nutzte Amazon-Gutscheine

Laut Ermittlungen der Polizei habe al-Bakr bei der Bestellung einen falschen Namen angegeben, um keinen Verdacht zu erregen. Wie der "Focus" weiter berichtet, habe er zum Bezahlen vier Amazon-Gutscheine im Wert von 250 Euro und eine Kreditkarte eines syrischen Terrorhelfers genutzt. Eine Auswertung seiner Internet-Aktivitäten habe zudem ergeben, dass sich al-Bakr Anleitungen zum Bau von Bomben im Netz angesehen haben soll.

Dschaber al-Bakr bestritt die Vorwürfe

Bei seiner Vernehmung habe sich der Verdächtige laut "Focus" in Widersprüche verstrickt und versucht, den Verdacht auf andere zu lenken. Die Bestellungen seien durch seinen Vermieter und seinen Bruder erfolgt. Beide hätten ihm Geld dafür geboten, um im Internet herauszufinden, wie man daraus eine Bombe bauen könnte. Nach seiner Festnahme nahm sich Dschaber al-Bakr in seiner Zelle das Leben.

Erfahren Sie mehr: Dschaber al-Bakr – Bombenbauer schrieb wohl Abschiedsbrief an Zellenwand.

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jat/gea/news.de

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